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10x04 Home Again (ACHTUNG SPOILER!)

  • Ich denke wir werden bestimmt noch was zu William hören, vielleicht gibts ja sogar ne Familienwiedervereinigung, mal abwarten.

    Werde mir jedenfalls gleich nochmal die Folge anschauen, beim zweiten Mal bekommt man doch etwas mehr mit! Was ich persönlich schade fand, dass man Pat Skipper nicht verpflichten konnte, sondern ihn nur ans Telefon bekam! ;)
    Fand das Spiel zwischen Ihm und D damals klasse, das hätte der Folge hier auch sicherlich gut gestanden. Aber vielleicht gibts ja irgendwann ein Wiedersehen mit Ihm.
    "Sie wollen die Geheimnisse wissen, die ich weiß, Agent Mulder?"..."Ich werde sie hüten!" -X- (One Breath)
    11. Februar 2016 21:21:58 CET
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    Hallo, ich bin neu hier

    Hab mir Home Again gerade noch mal angeschaut. Ist euch das nicht auch aufgefallen, das bei jeden Anruf der kam, erst nur "William" dort stand, Scully und dann der richtige Name des Anrufers eingeblendet wurde.
    Bei dem Anruf von Mulder, zeigte es ja auch einen Moment "William" an, Scully wieder irritiert, dann "Mulder" .
    Als würde sie sich sehnlichst wünschen, das der Bub sie anruft Dieser Beitrag wurde editiert von NInau am 14. Februar 2016 21:23:25 CET
    14. Februar 2016 21:22:54 CET
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  • 1184
    Ja, so habe ich das auch verstanden. Habe mich eigentlich auch gewundert, warum das hier noch nicht erwähnt wurde.
    By the way: herzlich willkommen.
    David Duchovny: "In X files, as in life, seems the more answers we get, the more questions we have."
    14. Februar 2016 21:47:38 CET
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  • 230
    Grad die Folge gesehen. Und bin einigermaßen verwirrt. Ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Werde nicht ganz warm damit. Die MOTW-Elemente fand ich persönlich gut und sehr, sehr gruslig. Allerding merkte man, dass ein Teil der Zeit fehlte, weil er für die Margaret Scully-Handlung draufging! Die Kombi hat aus meiner Sicht nicht ganz so gefunzt wie sie sollte.

    Die ganze Mum-Scully-muss-sterben-Aktion sehe ich wirklich kritisch. WENN sie schon einen so positiven, warmherzigen und starken Charakter sterben lassen, der Scully ein bißchen menschlicher, nahbarer und "realer" gemacht hat, dann doch bitte, um WIRKLICH was zu erreichen. Muss man nicht um den heißen Brei reden: es geht natürlich um den MSR-Spannungsbogen. Und William. Auf den ersten Blick war es mir persönlich dafür dann aber zu wenig! Nur damit Mulder Scully 2 1/2 Mal in den Arm nehmen und sie an seiner Brust weinen darf... nach all den Jahren lässt mich das einfach echt unzufrieden zurück! Noch-nicht-richtig-warm-werden triffts bei mir.

    Wenn ich allerdings an IWTB denke fällt mir ein, dass ich ihn damals auch MSR-technisch (nebst der schwachen Story) eher schwach und unbefriedigend fand, jetzt beim erneuten Sehen wiederum deutlich besser und stärker. Vielleicht ist das mit den neuen Folgen ja auch so, wenn man sie ein paarmal öfter sieht. Es ist sicher nicht so leicht, nach knapp 12 Jahren einfach wieder einzusteigen und emotional einfach "weiter zu machen".

    Muss mich irgendwie auch noch ein wenig an die Schauspieler gewöhnen und ihre Art, M&S zu spielen im Jahr 2015/16. Anders als ich erwartet hätte. An ihre heisere Stimme gewöhne ich mich einfach nicht und DD wirkt so... steif. Behäbig. Die Dialoge wirken teils so konstruiert! Irgendwie, als ob jedes Wort genau überlegt ist und zwischen den Zeilen ganze Bücher erzählt werden sollen... was aber nur mäßig funktioniert.

    Aber es ist okay, ich bin grundsätzlich als Fan nicht enttäuscht von den Folgen und will auf jeden Fall mehr! Aber ich habe klare Kritikpunkte und hätte ein paar Sachen anders gemacht. Wie auch immer. Da waren es nur noch zwei... Babylon und das Finale! Mögen sie gut werden.


    Kleiner Nachtrag: ich denke, dass G&D ihre Sache sehr gut machen. Wenn er sagt, dass sie manches kaum schauspielern müssen sondern mehr oder weniger laufen lassen, was eh an Geschichte und Chemie zwischen ihnen als Menschen besteht, dann sagt das sicher eine Menge aus. Man muss nur beim ersten Mal Folge sehen schon sehr genau hingucken, um die Subtilität zu erkennen! Eingebettet in konstruierte Handlungsstränge und leider manchmal etwas steife und nicht ganz nachvollziehbare Monologe kommt der Funke nicht so markant rüber, wie er es vielleicht kommen könnte! Mein Mit-Gucker meinte an irgendeiner Stelle nur "Verstehe ich nicht"- genau, die Szene mit den Treppen in Stöckelschuhen. Soll eine Homage sein, kommt aber irgendwie flach und unmotiviert daher.

    Die beiden können sicher eine Menge erreichen, aber da muss alles stimmen, auch Handlung und Dialoge... so. Gut. Wie gesagt, ich bin wie die meisten sehr glücklich und froh, dass es Staffel 1o gibt und habe so oder so meinen Spass. Kritik gehört durchaus dazu. :-) Dieser Beitrag wurde editiert von Blue13 am 14. Februar 2016 23:39:32 CET
    14. Februar 2016 22:34:59 CET
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  • 482
    Soo nun muss ich mich nun doch auch mal seit damals zu Wort melden! (Juhu mein Account von damals existiert ja noch :D )
    Hach die Folge hat irgendwie mein altes Shipperherz doch höher schlagen lassen. ^^ Auch wenn ich die Meinung von vielen hier teile, dass das Ende wirklich unbefriedend war und ich mir auch mehr gewünscht hätte, zumindest ein längeres Einblenden. Schade auch, dass Mulder es nicht schafft, ihr auch mit Worten zur Seite zu stehen (obwohl ich einerseits wegen der schlimmen Synchro doch ah froh sein sollte*g).
    Die Szenen im Krankenhaus waren auch sehr gut gemacht, wenn ich mir auch mehr gewünscht hätte, dass es vll einige schöne Szenen mit Margeret und Scully gegeben hätte und sie nicht von ihr vollkommen ignoriert wurde, grad wo die Situation und ihre letzten Worte schon so schwer für Scully sind. :/ Oder wenigstens einige schöne Erinnerungseinblenden mit ihr aus vergangenen Folgen.
    Glaub auch, dass der Anhänger und das Jahr vll noch größere Bedeutung haben könnten, auf jeden Fall sehr mysteriös!
    Das Monster war irgendwie eh wie aus alten Akte X Zeiten gewohnt etwas trashig und beinahe lächerlich mit dem Pflaster, aber dennoch auch ziemlich brutal.
    Im ersten Moment dachte ich beim Anruf auch, es könnte doch William sein, was ja der Text nahe legte, aber war dann doch auch ernüchtert und es tut einem weh, sie so leiden zu sehen.
    Die Rückblicke und Anspielungen (die Musik) waren genial und ich konnte nur noch lächeln. Auch die witzigen Szenen und Kommentare und die überkreuzten Taschenlampen waren echt ein Highlight der Folge! :D
    Bin echt schon gespannt, wie der Faden bezüglich William weitergeführt wird und hoffe, GA und DD spielen weiterhin so großartig wie in dieser Folge!
    If you fight, you can lose, but if you don´t fight, you have lost.
    25. Februar 2016 22:31:55 CET
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  • Ich habe die Folge gestern gesehen und sie hat mir recht gut gefallen, was mich allerdings so stört ist, wie scully ausschaut!
    Ich finde die Frisur passt ihr gar nicht u außerdem kommt sie mir ziemlich glattgebügelt vor
    26. Februar 2016 07:34:17 CET
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  • Also ich weiss nicht warum, aber meine beiträge werden immer nur zur hälfte gepostet, also ich hatte noch geschrieben:

    Früher waren ihre emotionalen szenen immer sooo schön gespielt, sie konnte das so gut, aber gestern wirkte es nicht echt und sie konnte ja kaum weinen weil das gesicht so gespannt hat :-(

    GA schaut in aktuellen interviews soooo gut aus, einfach natürlich! nicht so wie bei akte x!
    26. Februar 2016 07:37:16 CET
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    Ich fand den Anfang richtig schön gruselig und spannend wie früher, habe mich schon gefreut, die "Auflösung" und vor allem den religiösen Bezug fand ich nicht ganz so toll, die Szenen um Margaret fand ich eigentlich gut, aber vor allem die letzte Szene einfach zu kitschig, selbst im Original. Warum z.B. müssen die beiden bei so einer Szene auch noch auf einem Baumstamm am Wasser sitzen? Früher haben die solche Dialoge mit Scully Ellenbogentief in irgendjemandes Gedärmen oder in einem Gefängnis oder so geführt. Das macht doch schon direkt Kitschalarm. Und auch die Wortwahl und die Dauer solcher Gefühlsszenen finde ich einfach zu viel des Guten. so kleine Szenen wie als Mulder sagt "I invented it" und ihr dabei voller Gefühl in die Augen sieht und das wars dann auch schon fast dazu, sowas liebe ich, da kriege ich Gänsehaut, da fühle ich es knistern. Aber gefühlt 10 min über etwas sprechen, was nun mittlerweile seit 15 Jahren immer wieder Thema sein muss.. Weil ihre Mutter auf dem Sterbebett liegt fällt ihr auf, dass sie sich für William noch verantwortlich fühlen muss? Und was soll diese Parallele? Sie hat William doch nicht weggegeben, weil es ihr alles zu lästig war, oddr sie sich nicht mehr verantwortlich gefühlt hat.. ich dachte, sie hätte ihn trotz eigener anderer Sehnsüchte weggegeben, um ihn zu schützen? Finds etwas schade, wenn es so in den Kitsch abdriftet. 
    "you do keep me guessing"
    26. Februar 2016 12:44:25 CET
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    Also ich glaube die sind da gesessen, weil Scully ihre Mutter in der Urne wohl da verstreuen wollte. Wobei ich das auch nicht als kitschig empfunden habe. Glaube auch das ihr nicht erst am Sterbebett ihrer Mutter ihre Gewissensbisse auffällt. Das kam doch schon in der 10x02 vor. Vor allem aber wars ja der letzte Satz ihrer Mutter der sie so mitgenommen hat und ihre Schuldgefühle vielleicht auch verstärkt hat. Erst Recht weil ihre Mutter nichts mehr zu ihr gesagt hat, oder sagen konnte, weil sie danach gleich verstarb und auch vorher nicht auf sie reagiert hat, oder aufgewacht ist, als sie mit ihr redete.
    26. Februar 2016 18:09:04 CET
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  • 235
    Etwas verspätet meine Meinung. Ich fand die Folge gut, aber den Nasenpflastermann etwas zu banal, aber eigentlich eher die deutsche Bezeichnung dafür. Das Monster ist halt retro und das sind die Fälle wie es sich für eine Akte X Folge gehört. Die Anspielungen die ich mitgekriegt habe, fand ich zum lachen und gelungen, aber ich merke gerade, wieviel ich schon vergessen habe!

    Die MSR-Szenen waren für mich alle quer durch die Bank passend. Ich fand nichts davon kitschig und Mulder weder kalt, noch teilnahmslos, noch sonstwas. Auch der Stirnkuss hätte nicht gepasst, mit so einer starken bildlichen Botschaft wäre es mir sogar zuviel gewesen. Sicher mag es irritierend sein, wenn jemand nur da sitzt. Aber das hat er ja nicht getan. Die Gesichtsausdrücke haben für sich gesprochen. Und ich dachte mir hinterher, denn diese Kritik hatte ich schon vorher gelesen, was zum Henker soll man denn auf das alles sagen? Jedes "Neeeeein, du hast deinen Sohn doch nicht wie Müll weggeworfen", ich meine, das weiß Scully doch auch selbst und hätte nichts an ihren Gefühlen geändert.

    Ich finde auch nicht, dass Scully jetzt erst auf diese Gedanken kommt. Viel eher zieht sich das Thema William durch die gesamten Jahre und dieser Fall, inkl. der Tod ihrer Mutter hat das alles mehr als aufgerissen.

    Die stärksten Szenen waren sowieso die im Krankenhaus. Wie er so für sie da war, selbst hilflos und verzweifelt, da sagt für mich alles aus. GA und DD haben ihre Aufgabe perfekt gemeistert! Dieser Beitrag wurde editiert von Redhead am 28. Februar 2016 19:27:25 CET
    28. Februar 2016 19:26:31 CET
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  • Ich hab die Folge nun mittlerweile noch zwei weitere Male auf deutsch sehen können und muss nun langsam sagen, dass nach der Euphorie über neue Folgen an sich, sich langsam setzt, was von ihnen gut war und ich bin fast dran zu sagen, dass der MOTW-Teil von Home Again nicht zu den besten Sachen gehört.

    Aufgrund der Tulpa-Story hab ich mir gerade als direkten Vergleich noch mal "Arcadia" angeguckt und muss sagen, dass die Story dort weitaus logischer umgesetzt wurde... größtes Storyärgernis: in Arcadia sagt Mulder selber es handelt sich um eine sogenannte Tulpa, die durch Gedanken erschaffen wird... in Home Again, ist er derjenige, der meint soetwas gibt es nicht, da es sich um eine Fehlübersetzung handle. Anfangs fand ich's ja charmant das man mit dieser neuen Geschichte vielleicht einen Wink an die Vergangenheit geben wollte, glaube aber mittlerweile, das verpflichtete Team von Morgan&Wong, was ja nur bis zur 4.Staffel an Bord war, hatte einfach keinen Schimmer, dass es diese Grundstory schon mal gab... (Ähnlich Bedenken hatte ich auch schon bezüglich der Alien-Mensch-Hybrid-Thematik in Founder's Mutation). Und da kommt widerum etwas der Unmut durch, dass man in den 6 Folgen lieber ein komplett neues Monster gezeigt hätte, statt einer ähnlichen vergangenen Story. Zumal man wirklich sagen muss, der Nasenpflastermann wirkt zwar weitaus ekliger als der Übermensch aus Arkadien und geht auch weitaus brutaler vor, wird aber dennoch unlogischer dargestellt.Wenn man schon altes neu aufgiessen wollte, hätten sie lieber doch gleich eine Peacock-Fortsetzung gemacht :-)

    Zumal ich mich ausserdem frage, war jetzt der Trashman an sich doch aus böse? Wenn schliesslich am Ende der Folge, der Tonfigur einfach ein Smilie-Gesicht verpasst wurde, warum hat er das nicht vor dem letzten Mord gemacht? Und dann verschwindet er ja auf einmal überstürzt... mir scheint also er so eigentlich das Monster gewesen zu sein.. Sprechend von der Logik her... wenngleich auch die Mordszenen selbst schön düster waren und gerade die Downtown-Szene Erinnerungen zu früher generierte, bleiben hier doch einige Ungereimheiten... z.B. wer fuhr eigentlich den Müllwagen? Das alles wurde in Arcadia schlüssiger umgesetzt. Hier zielte man lediglich auf den Ekel-Faktor...

    Naja...

    Nochetwas was ich aus dem Arcadia-Vergleich mitnehmen konnte:

    - man wie jung sieht Mulder vor 17 Jahren doch im Vergleich zu heute aus! Echt krass so im direkten Vergleich...

    - Frau Pigullas Stimme ist heute definitiv auch tiefer als zu früheren Zeiten!

    - Aber um mal etwas positives über die neue Synchro an sich zu sagen, schön ist allemal, dass wir nocheinmal Gelegenheit bekommen richtige Fälle zu sehen, wo sich M&S nun ja duzen (hatten ja ausser The Truth nicht viel davon). Hatte lange keine ältere Folge in deutsch gesehen, und das "Sie" in Arcadia klingt dann doch wieder komisch... wie toll wahrscheinlich einige Folgen damals gewesen wären bzw. bei uns gewirkt hätten, wenn wir das schon früher bekommen hätten (ja, ein altes Leid-Thema)...

    ach ja, zum Stichwort Synchro auch etwas Negatives: das Mulder in den neuen Fällen nun 'ne andere Stimme hat, ja gut... nach 4 Folgen gewöhnt man sich auch dran irgendwie find ich, was ich aber noch eine Nummer verstörender finde, ist es dann (leider logischerweise), die Rückblenden in Home Again aus Season 2+8 wo uns die alte Stimme vertraut ist, auch in "neuer" Fassung zu hören! Komisches Gefühl!

    Abschliessend noch etwas positives: Die ganze Story um Margaret fand ich natürlich nach wie vor gut gespielt, find auch gar nicht, dass Mulder distanziert wirkt oder noch mehr hätten sagen sollen oder gar küssen, das war alles mehr als gut umgesetzt...

    Schön find ich wär vielleicht gewesen, vielleicht in einer Folge zuvor nochmal eine kurze Szene mit der lebenden Margaret zu sehen... ich muss sagen, ich hatte die Folge mit 2 sporadischen Zuschauern geguckt und... was ich als sehr emotional empfand, sprang bei denen nicht so sehr über... glaub nach 14 Jahren Pause hat man als sporadischen Zuschauer einfach keine grosse Bindung zu diesem Charakter.

    Trotzdem fand ich es gut umgesetzt. Wenngleich ich mir auch dachte, die mysteriösen Hintergründe bezüglich der Münzkette (worauf wir wahrscheinlich eh nie eine Antwort bekommen werden) und erstrecht die kürzlich geänderte Patientenverfügung bezeugt zweier Militärs im Ruhestand, ist etwas too much gewesen... ihr Verlangen Charlie zu sehen, wäre eigentlich Rätsel genug gewesen.

    FAZIT:

    Margaret-Story (bzw. die Charakterreaktion darauf) top umgezesetzt! MOTW hätte beeindruckender/neuer sein können!

     

     

     

     

    28. Februar 2016 21:20:27 CET
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  • Wow, was für eine tolle Folge :o
    Ich hab mit Scully richtig mitgelitten... Ihre Mutter war wie damals Mulders Mutter ein von mir sehr gern gesehener Charakter... Bei dem ich mir, wie bei vielen zuvor gewünscht hätte, CC hätte sie nicht sterben lassen... Aber gerade das hielt die ganze Tragik dieser Folge bereit...
    Auch das Monster konnte mich überzeugen, wobei leider wieder gecuttet wurde... 
    29. Februar 2016 22:15:38 CET
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  • Jup... kann ich bestätigen... wie zu erwarten war, wurde bei den Mordszenen, wo die Körperteile auseinander gerissen werden (also insbesondere Opfer 1&3), wieder fleissig die Schere angesetzt.
    1. März 2016 08:41:18 CET
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    Also ich fand zwar auch die Zeitanteile und parallelen Storys nicht ganz perfekt abgestimmt, aber ich hatte auch beim Gucken nicht so sehr den Eindruck, die Storyline mit Margaret wäre nur für MSR und William da. Ich fand schon, dass Thema "plötzlicher Tod" und Trauer ganz gut umgesetzt wurde, halt wie sie sagt, sie will nur noch mal ein paar kleine Fragen stellen, das fand ich schon irgendwie traurig und realistisch. Für mich war das ein bisschen wie in Augenblicke, dass Scully einfach mal wachgerüttelt wird, dass es schnell vorbei sein kann und sie sich auf das Wichtige (Mulder natürlich ;-)) fokussieren soll. Ja, das mit der Tulpa hatten wir nun schon 2x, das gab es doch in einer der frühen Staffeln in der Folge mit den orthodoxen Juden auch schon einmal. Beide Male hat Mulder das Ding mit eigenen Augen gesehen, also bissel merkwürdig, dass er es nun in Frage stellt. Aber vllt funktioniert das Hirn auch so, konstruktive Wahrnehmung. Es ist ja vllt Mulders Gedächtnis, das ihm nen Streich spielt, er hat ja nicht selber 1000x seine vergangenen Fälle auf DVD geguckt wie wir ;-).

    Ich frage mich auch, waru, Mulder kühl auf Euch wirkt. War er nicht immer so? Er ist derjenige, der nie etwas Nettes sagt, Scully alle 4 Jahre nur zum Geburtstag gratuliert, sie für jeden Alienschleim sitzen lässt und seine Liebe zeigt, in dem er sie 3x pro Nacht wegen irgend einem Scheiß anruft. :-) ich finde, er bleibt sich treu und man muss wie immer sehr zwischen den Zeilen und Blicken lesen. Ich krieg bei dem "yeah, I invented it" ne Gänsehaut, wie er sie anguckt und wie einfach rüberkommt "die Welt wäre für mich untergegangen, wenn du gestorben wärst". 

    Fand eigentlilch noch jemand das "I have to work RIGHT now" bissel arg hysterisch? Also ja, in die Botschaft hat sie genau das gleiche Bedürfnis gehabt, aber ich finde, sie reagiert irgendwie dramatischer als früher und eigentlich müsste sie doch eher reifer geworden sein? Oder ist das so eine komische sexistische "Mädchen muss von starkem Mann getröstet werden" Liebesgeschichte? Oder ist Scully so, wenn sie keine Fassade aufsetzt und zeigt sich Mulder nun, wie sie wirklich fÜhlt? Keine Ahnung, aber ich mag sie tough und sarkastisch lieber. :-)
    "you do keep me guessing"
    1. März 2016 14:27:09 CET
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  • Du darfst nicht vergessen, dass ihre Mutter gestorben ist... der letzte Elternteil und eigentlich der letzte konstante Halt... Dass sie da durchaus "hysterisch" erscheinen mag, finde ich nur menschlich... 
    1. März 2016 15:21:41 CET
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  • 352
    hm, vllt hast Du recht. In This is Not Happening reagiert sie ja auch ähnlich. Ich bin eben offensichtlich eher für die still leidenden wie Mulder und manche hier mögen lieber, wenn jemand Gefühle offen zeigt. :-) 
    "you do keep me guessing"
    1. März 2016 16:45:11 CET
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  • 432
    Denke dass das Ganze auch ein großer Schock war und deswegen reagiert sie so. Gestern war ihre Mutter noch quicklebendig, heute schon tot. Nicht mehr mit ihr geredet. Und sie hatten ja ein sehr gutes Verhältnis zueinander, da kann man schonmal durchdrehen und ein so "irrationales" Verhalten, gleich wieder arbeiten zu wollen, an den Tag legen.
    Was mir auch gut gefällt, wie sie ihrer Mutter nachschaut, bis sie wirklich von den 2 Leuten, die sie abholen, abtransportiert wird. Sie wartet wirklich bis sie ganz verschwunden ist und sieht dann weg. So zu sagen der letzte Blick auf ihre Mutter die sie nie wiedersehen wird. Ging mir persönlich bei einem Elternteil auch so. Hat mich irgendwie gleich dran erinnert und konnte mich da gut reinversetzen.
    Zu Mulder. Wenn man sich das mal überlegt. Was hätte er denn sagen sollen. In dieser Situation kann man nichts sagen was tröstend für jemanden ist, der so unter Schock und Trauer steht. Da war das glaube ich schon das Richtige, das er sie einfach in den Arm genommen hat. Er war einfach für sie da. Das ist oft schon sehr viel, und eine Umarmung sagt mehr als tausend Worte. 
    1. März 2016 17:50:43 CET
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  • DavidFan sagt:Ja, das mit der Tulpa hatten wir nun schon 2x, das gab es doch in einer der frühen Staffeln in der Folge mit den orthodoxen Juden auch schon einmal. Beide Male hat Mulder das Ding mit eigenen Augen gesehen, also bissel merkwürdig, dass er es nun in Frage stellt. Aber vllt funktioniert das Hirn auch so, konstruktive Wahrnehmung. Es ist ja vllt Mulders Gedächtnis, das ihm nen Streich spielt, er hat ja nicht selber 1000x seine vergangenen Fälle auf DVD geguckt wie wir ;-).

     

    Was du meinst ist der Golem aus der vierten Staffel... war jetzt nicht als Tulpa bezeichnet, sondern was Eigenständiges, aber ja vom Prinzip her hast du ja Recht! ;-)

     

    Naja, natürlich gibt es Schlimmeres als diesen Widerspruch und ja Mulder kann sich nach über 17 Jahren auch nicht mehr an alle früheren Fälle erinnern und hat zu der ein oder anderen Sache eine neue Weltanschauung - so müssen wir es uns schön reden. Aber eigentlich hätte da produktionstechnisch jemand sitzen sollen, der die früheren Storylines auf'n Zettel hat. Aber regen wir uns nicht über die Kleinigkeit der Tulpa auf, wenn sie genauso gut die Mythologie immer mehr verwirren :-)

    1. März 2016 19:16:00 CET
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    Dass Mulder nun plötzlich den Glauben an einen Tulpa als falsche Übersetzung darstellt, den es gar nicht gibt, ist mir auch aufgefallen. Fand auch die Auflösung in "Arcadia" viel logischer, dass er (der Tulpa) einfach in sich zusammenfällt. Ja, das kann man nur CC ankreiden, das hat er wohl in der Zwischenzeit vergessen.
    Ich habe nicht wirklich den Zusammenhang zwischen dem Band-Aid-Mann und Maggie Scully's Tod verstanden, das hat doch gar nicht zusammmen gepasst. Kann mich einer aufklären, bitte?
    Habe auch nicht die übertriebene Reaktion von Scully verstanden, obwohl ich das menschlich schon verstehe. Wenn ein Elternteil stirbt, bricht die Welt zusammen. Aber als ihr Vater starb, hatte sie nicht so theatralisch reagiert. Und außerdem ist sie Ärztin und Wissenschaftlerin, ein Umstand, den sie früher immer hervorgehoben hat. Müsste sie da nicht anders reagieren? Ich fand die gesamte Darstellung furchtbar, außerdem kann man ja kaum eine Gesichtmimik sehen. Und diese Haare noch dazu, also, ich vermisse die frühere Scully. Da war ja sogar in IWTB noch mehr zu finden!
    Mulder's Verhalten ihr gegenüber und auch im Krankenhaus waren auch nicht so, wie wir Mulder von früher kennen, wo er so in seine paranormalen Gedanken vertieft war, aber nun ist er halt älter und weiß, wie wichtig Familie und Liebe ist. Wie er zu helfen und zu trösten versuchte, fand ich richtig süß. Er war einfach für Scully da, ohne sich aufzudrängen, genau richtig in solch einer Situation. Da kann man doch keine Küsse erwarten! Mir haben die wenigen kurzen Szenen in ihrem Büro gereicht, das war schon fast wie früher, als sie sich so gegenseitig Zweideutigkeiten gesagt haben.
    Aber der Ekelfaktor war schon heftig und ich verstehe nicht, warum man so geschnippelt hat. Hätte nicht ein Hinweis vor dem Beginn ausgereicht?
    1. März 2016 19:44:46 CET
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  • 352
    hm, ich finde auch eher, wie GA es darstellt kommt es übertrieben rüber, ich nehm es Gillian leider einfach nicht ab. Dass sie an sich weint oder sofort arbeiten will und so, finde ich auch völlig verständlich.. Aber gut, anscheinend sieht es sonst keiner so :-)

    den Zusammenhang habe ich darin betrachtet, dass der BandAid Man ja quasi aus Ungerechtigkeitsempfinden entstanden is, um zu verhindern, dass Obdachlose wie Dreck behandelt werden, dass niemand für sie Verantwortung übernimmt oder sich zuständig fühlt und der Tod von Margaret ist quasi auch ein brutaler BandAid Man (böse, zerstörerisch), der verhindern soll, dass William wie Dreck behandelt wird bzw sich niemand verantwortlich/zuständig fühlt. zumindest ist das ja die Parallele, die Scully selbst zieht. Wobei ich es wie gesagt auch überhaupt nicht stimmig mit der alten Storyline finde, denn für mich hat Scully William doch bitte nicht im Stich gelassen... Ansonsten gibt es keinen oder? 

    wegen dem Müllauto, könnte das nicht z.B. der Typ gefahren haben, der ihn beschwört hat? 
    "you do keep me guessing"
    1. März 2016 22:53:17 CET
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  • 393
    DavidFan sagt: hm, ich finde auch eher, wie GA es darstellt kommt es übertrieben rüber, ich nehm es Gillian leider einfach nicht ab. Dass sie an sich weint oder sofort arbeiten will und so, finde ich auch völlig verständlich.. Aber gut, anscheinend sieht es sonst keiner so :-)

    den Zusammenhang habe ich darin betrachtet, dass der BandAid Man ja quasi aus Ungerechtigkeitsempfinden entstanden is, um zu verhindern, dass Obdachlose wie Dreck behandelt werden, dass niemand für sie Verantwortung übernimmt oder sich zuständig fühlt und der Tod von Margaret ist quasi auch ein brutaler BandAid Man (böse, zerstörerisch), der verhindern soll, dass William wie Dreck behandelt wird bzw sich niemand verantwortlich/zuständig fühlt. zumindest ist das ja die Parallele, die Scully selbst zieht. Wobei ich es wie gesagt auch überhaupt nicht stimmig mit der alten Storyline finde, denn für mich hat Scully William doch bitte nicht im Stich gelassen... Ansonsten gibt es keinen oder? 

    wegen dem Müllauto, könnte das nicht z.B. der Typ gefahren haben, der ihn beschwört hat? 


    Danke, ich glaube, du hast den Nagel auf den Kopf getroffen, DavidFan.
    Was ich jetzt schreibe ist nicht um einen religiösen Menschen unter euch zu beleidigen, aber ich als Atheist habe mich recht ausführlich mit Religion befasst. In meinem Verständnis trifft ein Gott die Entscheidung über Leben und Tod und hat die Antworten auf alle Mysterien in der Welt. Deshalb beten die Menschen ihn an und haben auch Angst vor ihm. In der TV-Folge haben die Obdachlosen schon Angst vor dem Band Aid Man, sie verlassen alle den Flur, als sie seine Gegenwart in der Unterkunft spüren, obwohl sie wohl "wissen", dass er ihnen nix tun würde. Vielleicht ist ja seine brutale Reaktion der aufgestaute Hass all der Obdachlosen, das was sie gern tun würden, aber nicht können?
    Maggie Scully's Tod wird von dem Gott bestimmt, an den die Scullys Zeit ihres Lebens glauben. Der gibt Leben und nimmt es wieder, und die Menschen müssen sich damit abfinden. Scully wird (wie übrigens allen Hinterbliebenen) in dem Moment bewusst, dass sie ihrer Mutter noch so viel sagen wollte, dass sie sie noch so braucht. Dabei hat sie doch in ihrem Leben schon so viele Entscheidungen alleine treffen müssen, ohne Mom befragen zu können. Eigentlich ist Scully's Verhalten typisch für die Phasen der Trauerbewältigung: Verleugnung, emotinaler Ausbruch, Verarbeitung und schließlich Akzeptanz und Neuanfang. Nur leider fand ich eben die Darstellung vn Gillian etwas übertrieben, ich konnte es ihr auch nicht abnehmen, vielleicht weil Scully ja eigentlich immer als stoisch dargestellt wurde?

    Hmmm, ich glaube, an der Episode ist mehr dran als ich dachte, nur leider sind wohl 42 min zu wenig, um solche religiösen Aspekte grundlegend darzustellen.

    Danke noch mal, DavidFan, toller Ansatz.

    2. März 2016 10:22:06 CET
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  • Sabine sagt:Habe auch nicht die übertriebene Reaktion von Scully verstanden, obwohl ich das menschlich schon verstehe. Wenn ein Elternteil stirbt, bricht die Welt zusammen. Aber als ihr Vater starb, hatte sie nicht so theatralisch reagiert. Und außerdem ist sie Ärztin und Wissenschaftlerin, ein Umstand, den sie früher immer hervorgehoben hat. Müsste sie da nicht anders reagieren? Ich fand die gesamte Darstellung furchtbar, außerdem kann man ja kaum eine Gesichtmimik sehen. Und diese Haare noch dazu, also, ich vermisse die frühere Scully.



    Scullys Reaktion war meiner Meinung nach nicht übertrieben. Sie hat wahrscheinlich zu ihrer Mum eine engere intensivere Bindung als zu ihrem Dad. Daher die heftige Reaktion von ihr. Ich kann dies leider nur zu gut nachvollziehen, weil ich immer noch in der Trauerphase bin. Die Szenen im Krankenhaus, wo ihre Mum an den Maschinen hing, oder das Gespräch mit der Ärtzin - da habe ich ziemlich mit Scully mitgelitten. Als ihr Dad starb, war das für Scully natürlich auch schlimm und schockierend. Aber ihre Mum war ihr Halt im Leben, ihr Ruhepol. Sie war Mum und beste Freundin in einem. Wenn man einen solchen Menschen von jetzt auf gleich verliert, dann bleibt die Welt stehen. Man fällt in ein endlos tiefes schwarzes Loch. Hört sich vielleicht brutal an, aber man hängt halt meistens unbewusst an einem Elternteil mehr als an dem anderen. Auch wenn man beide gleich lieb hat, aber in solchen Situationen merkt man richtig bewusst zu welcher Seite man eher "tendiert".

    Mulders Reaktion war nicht kalt. Eine Umarmung oder die blosse Anwesenheit helfen dem Trauernden eindeutig mehr als tausend tröstende Worte. Es gibt in den Momenten eh keine Worte, die dem Hinterbliebenen trösten können. Sätze wie "Die Zeit heilt alle Wunden" helfen überhaupt nicht, sondern nerven nur. Von daher hat Mulder genau richtig reagiert.

    Das Scully direkt wieder arbeiten will, ist halt ihre Art den ersten Schock und der Wirklichkeit aus dem Weg zu gehen. Jeder reagiert in den ersten Tagen anders. Aber auch Scully wird merken, dass Arbeit auch keine wirkliche Ablenkung ist. Irgendwann wird sie realisieren was passiert ist und dann muss Mulder an ihrer Seite sein. Es gibt verschiedene Phasen der Trauerbewältigung und jeder Mensch bewältigt diese Phasen anders. Ein "Protokoll" was man Schritt für Schritt abarbeitet und dann ist alles wieder in Bester in Ordung gibt es leider nicht...
    Scully: ""yeah, this is how I like my Mulder" 
    2. März 2016 18:36:06 CET
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  • Scullys Reaktion erklärt sich nicht nur über den Tod selbst, sondern auch darüber, dass ihre Mutter nach Charlie verlangte statt nach ihr, obwohl sie immer für sie da war... Sie konnte sich nicht verabschieden, ist voller 1000 Fragen und das einzige was ihre Mutter noch sagt, ist etwas über William... also über das einzige, wo Scully eben nicht tough ist... Und dann noch die plötzliche Veränderung der Verfügung, was sie auch nicht fassen kann... Es kommen so viele grausame Dinge zusammen, zumal der Tod sehr plötzlich kommt... Und weil sie nun das Gefühl haben wird, ihrer Mutter doch nicht so wichtig gewesen zu sein wie erhofft... Es ist unendlich schlimm, so viele Fragen zu haben, und zu wissen, dass sie keiner mehr beantworten wird.
    2. März 2016 21:11:08 CET
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  • Ich glaube auch nicht, dass das Ganze so einfach zu schauspielern war. Natürlich müssen Schauspieler sich in die Szenen hinversetzen können und diese so real wie möglich darstellen. Aber ob das immer so einfach ist, bezweifle ich doch stark. Wahrscheinlich hat sich jeder von uns schon mal gefragt, was wäre wenn. Wie würde ich reagieren wenn ein Elternteil irgendwann mal stirbt. Die Betonung liegt hier auf irgendwann. Wenn das Schicksal aber dann so plötzlich, unerwartet und brutal zu schlägt reagiert man ganz anders. Von daher fand ich, dass GA die Folge gut gemeistert hat.

    Scully muss nicht in einem Tränenmeer versinken, nur weil sie jetzt sensibler ist als früher. Durch den Schock über den plötzlichen Verlust ihrer Mum und den anderen Dingen (die Krycek89 so schön aufgelistet hat), ist sie vermutlich gar nicht in der Lage los zu heulen. Außerdem müssen sie und Mulder noch einen Fall aufklären. Und Scully ist kein Mensch, der etwas anfängt und dann nicht beendet 
    Scully: ""yeah, this is how I like my Mulder" 
    2. März 2016 21:32:33 CET
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    Man muss sie vielleicht wirklich mindestens 2 Mal sehen, um richtig warm zu werden mit den Folgen der Staffel 10. Auch diese Folge fand ich wesentlich besser als beim 1. Mal ansehen! :-)

    Das meiste ist schon irgendwie gesagt worden, aber ich muss mich bißchen revidieren: klar ist es schwierig, eine MOTW-Folge mit dem Tod von Margaret Scully zu verbinden, aber bei 6 Folgen unterschiedlichen Stils blieb ja kaum Raum dafür. Und das gab es immer wieder, bspw. in "Die Botschaft"! DASS Mum Scully überhaupt sterben musste finde ich nach wie vor überflüssig, aber WIE es in die Folge eingeflochten wurde weitaus geschickter und angemessener als beim ersten Gucken. Als der Typ im Keller erzählt, dass er eine Stimme für die erschaffen wollte, die keine haben und für Gerechtigkeit sorgen usw, da durchlebt Scully ihre Geschichte mit William und Mulder bis zur Adoption in Form von (schrecklich nostalgisch machenden) Flashbacks/ Rückbenden. Das ist nunmal DAS belastende Thema in ihren Leben und nach dem Tod ihrer Mutter ist die Wunde aufgerissen, das Trauma voll präsent. Das zieht sich natürlich in den Fall rein, den sie gerade bearbeiten. Jedenfalls stellt sie über die Morde und den Keller-Künstler einen Bezug zu Margarets Tod und William her: der Künstler ist nicht besser als die fiesen Immobilientypen, wenn er sie über das Wesen umbringt. Und sie selbst wäre nicht besser als all die schlechten Menschen auf der Welt, wenn sie ihren Sohn "wie Müll" behandelt. Er hat nicht darum gebeten, da zu sein- sie ist verantwortlich, gemeinsam mit Mulder. Maggie hat sie auf freundliche Art im Sterben genau daran erinnert und dass sie wenigstens wissen sollte, ob es ihrem Kind gut geht.

    Eine Sache stört mich grundlegend: M&S haben keine Freunde und keine Familie. Was führen die denn für ein Leben? Ist doch bekloppt. Früher gab es Agent Holly irgendwas, Agent Pendrell, die Gunmen, Maggie, Bill, den schrägen Typen, der in "Hollywood AD" die Schale analysiert usw. Das macht sie so unahbar. Wenigsten andeuten könnte man ja mal soziale Kontakte. Doggett und Reyes wurden ja auch von vielen Fans "vergrault". Schade. Das macht beide Charaktere so unendlich verbittert und einsam.

    Ist es nicht eine Anspielung auf "Der Golem", als Mulder den Street Art Typen bezüglich der "Tulpa" korrigiert? In der Folge geht es ja auch um ein so erschaffenes "Rache"-Wesen. Fand den Bezug schon gut, von wegen Müll-Überproduktion, Verrohung der Gesellschaft- als ob man die Menschen, insbesondere die Nachkommen indirekt auch wie Müll behandelt, indem man ihnen einen plastic planet hinterlässt... nebst der emotionalen Verrohung, die Menschen wie Müll zu behandeln.

    Neben der Bank-Szene gab es noch eine Anspielung auf "Home": als das Müll-Wesen die Dame in ihrem Haus killt, läuft Musik, genau wie in der Szene, in der der Sherrif und seine Frau getötet werden.

    Scullys Reaktion, wieder arbeiten gehen zu wollen ist vielleicht bißchen heftig/ geschauspielert. Abgesehen davon hat sie irgendwie mit Mulder eine seltsame Kommunikation... sie wirken in der Folge für mich entfernter, als in den anderen Folgen! Find Mulder fast bißchen zu still und weichwurstig und Scully zu dominant und tough dargestellt. Es passt sicher zu ihm, von einem Extremen (Job) ins nächste zu fallen (Depression) und zu Scully, bodenständiger zu sein, aber Mulder wirkte früher durch seine Arroganz gegenüber Regeln und Autoritäten, verbunden mit Feinfühlichkeit, Ehrlichkeit und Mitgefühl so "sexy". Scully dadurch, dass sie ehrgeizig, genau und eiskalt war wenn notwendig- aber jederzeit völlig nahbar und mitfühlend, wenn sie es wollte, wenn es um die Schutzbedürftigen oder um Ungerechtigkeit ging. Oder um Mulder... ihre große Schwäche. In dieser Folge stehen beide vor einer in Stücke gerissenen Leiche und Mulder wirkt eher zynisch. Und Scully bißchen wie seine Therapeutin. Dass er ihr eine Stütze ist kommt allerdings an und erscheint glaubwürdig. Es wird halt mit den Jahren, den Opfern und Wunden nicht leichter, Charaktere fluffig darzustellen, die so zerrissen sein müssen...

    Wie auch immer. Wenn DD und GA bißchen an der Optik arbeiten und mit paar mehr Folgen in einen guten Flow kommen, kann das sehr unterhaltsam werden. Und wer´s nicht mehr mag- ist halt so. Ist halt 2016, muss man mit niemandem streiten.

    10. August 2016 23:29:36 CEST
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