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FIGHT for THE FUTURE – [3/3] "Fight for THIS future" [FF; MSR]

  • 958
    Genau! Ich warte schließlich immer noch auf ne kirchliche Trauung mit John und Monica als Trauzeugen und klein Willy im Schlepptau!
    [center][IMG]http://i393.photobucket.com/albums/pp11/cliohres/3333aaaaa.jpg[/IMG][/center]
    29. Oktober 2013 01:20:45 CET
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  • ;)

    ****

    Der Funkenregen ließ langsam nach. Und auch Staub und Sand legten sich mit der Zeit.
    Mittlerweile war bereits der halbe Berg wieder zum Vorschein gekommen.
    Und John war erstaunt, dass nicht mehr zerstört worden war.
    Soweit er das im Moment erkennen konnte, war lediglich der vordere Bereich eingestürzt – der Bereich, wo sich der Spalt befunden hatte, aus dem sie geflüchtet waren.
    Nach und nach wurde ihm bewusst, was für ein Glück sie gehabt hatten. Dass sie nicht auf ihrer Flucht von einem der Felsbrocken getroffen worden waren. Außer seinem immer noch schmerzenden Arm war ansonsten - mal von ein paar Kratzern und Schürfwunden abgesehen – niemand ernsthaft verletzt worden.
    Während Emily, Marie und Alexander etwas hinter ihm standen, stand William direkt neben ihm.
    Tröstend legte John eine Hand auf seine Schulter und William schaute daraufhin zu ihm auf. Die Traurigkeit in den Augen des Jungen war nicht zu übersehen. Doch als John ihn aufmunternd anlächelte, lächelte William scheu zurück. Dann ging sein Blick wieder nach vorne.
    William wusste, dass die Männer, die ihn immer hergebracht hatten, tot waren. Und dass er ab sofort keine Angst mehr zu haben brauchte, jemals wieder hierher zurückkommen zu müssen.
    Auch die seltsamen Stimmen, die ihm solche Angst bereitet hatten, waren in dem Moment wieder verstummt, als sie das Innere des schwarzen Schiffes verlassen hatten. Er schluckte. Aber auch die Stimme seines Dads war nicht mehr da. Er verstand nicht, warum er ihn auch gehört hatte – und noch dazu viel lauter als die Stimmen der seltsamen Wesen.
    Wesen, die gekommen waren, um ihn und seine Freunde mitzunehmen.
    Er hatte ihre Worte, wenn auch leise, genau verstanden.
    Sie hatten sich darüber unterhalten, dass dieser Tag ein besonderer Tag sei…
    Der erste Tag ihrer neuen Geschichte… ihrer neuen Zeitrechnung.
    Doch William hatte nicht verstanden, was sie von ihm oder Emily, Marie und Alexander wollten.
    Was an ihnen so besonders sein sollte, dass gerade sie ausgewählt worden waren.
    Aber William hatte auch sofort den Umschwung in der Stimmung der Kolonisten vernommen.
    Als sie plötzlich von Betrug und Lüge gesprochen hatten. Und dass sie alle für ihr falsches Spiel bestrafen und töten wollten.
    Doch seine Mum und sein Dad hatten es nicht zugelassen, dass die Wesen ihm etwas antaten. Sie und Monica und John hatten alle gerettet. Und sein Dad hatte die bösen Wesen vernichtet.
    *Du kannst stolz auf ihn sein.*
    Scullys Worte kamen William in Erinnerung.
    Obwohl er seinen Dad nur kurze Zeit gekannt hatte, vermisste er ihn schrecklich.
    Eine Träne lief an seiner Wange hinunter. Doch er starrte weiterhin eisern auf den zerstörten Berg vor sich. Wenige Meter unterhalb der oberen Kante war ein klaffendes Loch zu sehen… und dahinter etwas Schwarzes. Das innere Schiff lag frei. Kleinere Steine fielen noch ab und zu von oben nach… lösten sich aus der gelockerten Umgebung.
    Plötzlich stutzte William.
    Er kniff die Augen zusammen, um das, was er gerade meinte, gesehen zu haben, deutlicher erkennen zu können. Doch der Staub war am Boden noch zu dicht.
    „William?“ John hatte Williams kurzes Zusammenzucken gespürt. „Was ist?“
    William blinzelte.
    Da war es wieder. Eine undeutliche Bewegung.
    „William?“ John bemerkte die Unruhe des Jungen. Irritiert folgte er Williams geradem, starrem Blick.
    Und nun sah er es auch.
    Er konnte es zunächst nicht glauben. Er vermutete, dass seine Augen ihm einen Streich spielten. Doch er sah es ganz deutlich.
    Die Sonne stand ungünstig, sodass die Gestalt nur als ein schwarzer Umriss zu erkennen war – noch zusätzlich undeutlich gemacht durch den aufgewirbelten Staub.
    „DAD!“ Williams lauter Ausruf riss John aus seiner Starre. Instinktiv verstärkte er den Griff auf Williams Schulter, als dieser bereits loslaufen wollte.
    Doch natürlich hatten es in der Stille, die alle umgab, auch Monica und Scully gehört.
    Ruckartig schnellte Scullys Kopf nach oben, den sie an Monicas Schulter gestützt hatte. Sofort stand sie auf und Monica folgte ihr.
    Scully lief neben William, Monica neben John.
    „Das kann nicht…“ John blieben die Worte im Hals stecken.
    „Wartet hier“, sagte Scully nur und ohne auf Monicas und Johns warnende Worte zu hören, lief sie los.
    Erst langsam, doch ihre Schritte beschleunigten ganz automatisch. Bis sie schließlich rannte.
    Und je näher sie der Gestalt kam, umso schneller und nervöser schlug ihr Herz. Aber auch umso größer wurde ihre Hoffnung, geschürt von den kleinen Details die ihr auffielen und ihre Schritte noch schneller über den staubigen Boden führten.
    Auch wenn sie die Person nur als Umriss wahrnehmen konnte... Sie erkannte die Größe… die Statur…die Bewegungen. Der ihr so vertraute, zielstrebige Gang eines gutaussehenden, mutigen und unerschrockenen Mannes.
    Scully rannte so schnell wie sie noch nie in ihrem Leben gerannt war.
    Doch dann blieb sie stehen – ungefähr drei Meter von der Person entfernt, die ebenfalls stehengeblieben war.
    Sie musterten sich einen Moment.
    Scully hörte in ihrem Unterbewusstsein Monicas und Johns Warnungen, die sie ihr nachgerufen hatten.
    *Pass auf! – Du weißt nicht, was passiert ist! – Das Virus!*
    Aufmerksam beobachtete sie deshalb jede noch so kleine Bewegung ihres Gegenübers.
    Jedes Blinzeln und jeden Atemzug.
    Forschend kniff sie ihre Augen zusammen und die haselnussbraunen Augen, die sie die ganze Zeit über angesehen hatten, taten das Gleiche.
    Sie sah die Verletzungen und Schürfwunden. Allen voran die rote Blutspur, die seitlich an seinem Auge hinunterlief, über seine Wange, an seinem Mund vorbei und unter seinem Kinn verschwand.
    Fragend neigte Scully den Kopf zur Seite, was ebenfalls genauso nachgeahmt wurde – und sie aber nun deutlich verunsicherte.
    Sichtlich beunruhigt machte sie einen Schritt zurück.
    Doch als ihr Gegenüber das sah, gab er nach und lächelte sein schönstes Lächeln.
    „Dürfte ich meine Frau wenigstens um einen kleinen Kuss zur Begrüßung bitten?“ fragte Mulder mit amüsiertem Unterton in der Stimme, während er auffordernd seine Arme ausbreitete.
    Scully starrte ihn fassungslos und völlig außer sich an. Mulder konnte die enorme Wut, die in ihr - aufgrund seines kleinen Schauspiels - loderte nur zu gut an ihrem grimmigen Blick und den stoßweisen Atemzügen erkennen.
    „Mulder…“, keuchte sie. „Das ist… NICHT…WITZIG!!“ Mit einem leicht reumütigen Blick kam er auf sie zu. Scully war immer noch total entsetzt. „Weißt du eigentlich, wie…“
    Doch weiter kam sie nicht, denn Mulder hatte mit beiden Händen ihr Gesicht umfasst und ihre anklagenden Worte mit einem innigen und liebevollen Kuss zum Verstummen gebracht.
    Und Scully erwiderte den Kuss natürlich auf die gleiche Weise. Überglücklich und erleichtert schlang sie nun ihre Arme um ihn. Mulder ließ daraufhin ihr Gesicht los und umarmte sie ebenfalls – ohne dabei den Kuss auch nur für eine Sekunde zu unterbrechen.
    Die grenzenlose Erleichterung hatte Scullys Empörung innerhalb weniger Sekunden ausgelöscht. Freudestrahlend schmiegte sie sich noch enger an ihn.
    „Mach das NIE WIEDER“, murmelte sie und lachte dabei.
    „Versprochen“, erwiderte Mulder mit einem leichten Grinsen auf den Lippen. Dann schloss er die Augen und genoss weiterhin, Scully in den Armen zu halten. Nichts auf der Welt konnte die beiden in diesem Moment voneinander trennen – bis auf…
    „DADDY!!“
    Williams lautes, noch etwas entferntes, begeistertes Rufen ließ beide Schmunzeln.
    „Ich glaube…“, lächelte Scully Mulder liebevoll an. „… dein Sohn möchte auch etwas von dir haben.“
    Sie sahen sich in die Augen. Mulder strich Scully behutsam eine Haarsträhne aus dem immer noch etwas staubigen Gesicht und schob sie hinter ihr Ohr.
    „Ich liebe dich, Dana“, sagte er gefühlvoll.
    Scully lächelte ihn an.
    „Ich liebe dich auch.“
    Mulder küsste sie auf die Stirn, dann lösten sie ihre Umarmung und Mulder schaute nach William. Der rannte so schnell er konnte über den harten Boden auf seinen Vater zu. Mulder lief ihm entgegen und bereits nach wenigen Metern lag William in seinen Armen. Überglücklich hob Mulder William hoch und drückte ihn.
    „Daddy!“ lachte er fröhlich, während er schnell seine Arme um Mulders Hals schlang.
    „William…“ Mulder atmete befreit auf. Er war so erleichtert, dass Scully und auch William nichts passiert war. Dass sie es wirklich alle heil rausgeschafft hatten. Dann sahen sich Vater und Sohn an – und lachten gelöst.
    „Du hast sie besiegt“, sagte William und drückte sich wieder an ihn. Mulder strich ihm über den Kopf. Doch dann wurde sein Blick ernst.
    „Nein, William. Wir alle haben sie besiegt.“
    „Mmhh…“ Der Junge zog zunächst skeptisch eine Augenbraue nach oben, doch dann grinste er. „Okay.“
    Inzwischen waren Monica und John, zusammen mit den drei anderen Kindern, ebenfalls bei Mulder angekommen. Der setzte William ab und begrüßte seine Freunde.
    „Mein Gott…“, seufzte Monica und umarmte Mulder. „Ich bin so froh, dass es dir gutgeht.“
    „Wie hast du das geschafft? Wie konntest du da noch rauskommen?“ fragte John immer noch total perplex.
    „Die Wucht einer gewaltigeren Explosion hat mich zur Seite geschleudert und ich war kurz bewusstlos“, erklärte Mulder. „Als ich wieder zu mir gekommen bin, war da ein schmaler Spalt in der Wand… helles Tageslicht.“ Er zuckte mit den Schultern. „Ich bin einfach auf das Licht zugegangen… Und plötzlich stand ich im Freien.“
    „Und das schwarze Öl?“ fragte Scully.
    „Das Öl…“, erklärte Mulder und legte einen Arm um ihre Schultern. „… ist von mir abgefallen, nachdem das Ferrofluid damit in Kontakt gekommen war. Ich glaube, das Ferrofluid hat es…irgendwie… getötet.“
    Keiner erwiderte daraufhin etwas.
    Sie wechselten nur erleichterte, zufriedene und befreite Blicke.
    Eine Weile standen sie noch beisammen und schauten zurück zu den Felsen und dem Schiff. Jetzt, da sich der Staub fast komplett gelegt hatte, konnte man sehr gut das Ausmaß der Zerstörung erkennen.
    Plötzlich griff William mit einer Hand nach Mulder mit der anderen nach Scully.
    „Können wir gehen?“
    Mulder und Scully sahen einander an. Sie verständigten sich stumm, dann lächelten sie.
    „Das ist eine gute Idee, mein Sohn“, sagte Mulder leise.
    Und gemeinsam kehrten alle dem Raumschiff den Rücken und machten sich auf den Weg.
    John und Monica mit Emily, Marie und Alexander.
    Und vorweg lief William - mit seinen Eltern direkt rechts und links neben sich.
    30. Oktober 2013 13:49:59 CET
    0
  • Jetzt kann ich es ja zugeben. :D
    Ich würde NIEMALS Mulder oder Scully sterben lassen! Das ist etwas, für das in meinem Shipper-Happy-End-Universum einfach kein Platz ist! :tongue:
    Ich erinnere mich gerade an eine (englische) FF, die ich vor JAHREN gelesen habe… nichtsahnend! :rolleyes: Ein traumatisierendes Erlebnis… Was blieb war die Erkenntnis, dass *CD* bei der Genre-Bezeichnung eine Abkürzung für *Character Death* ist… (und ich solch eine FF niemals wieder lesen werde) ;)

    Was ich im Allgemeinen bei Büchern und Filmen mag, ist am Schluss ein kleiner Ausblick, was geschieht, NACHDEM eigentlich alles vorbei ist. Ich hoffe, ihr seht das ähnlich… ;) :D

    ****

    Green-In-Motel,
    In der Nähe von Dallas, Texas
    23:20 Uhr

    Mulder saß entspannt in einem gemütlichen Korbstuhl auf dem großzügigen Balkon des Motelzimmers, in das sie, nachdem sie von dem Helikopter in die nächste Stadt gebracht worden waren, eingecheckt hatten. Sie hatten sich erspart, noch am gleichen Tag nach Washington zurückzufliegen. Außerdem waren erst einmal alle in das örtliche Krankenhaus gegangen, um sich untersuchen zu lassen.
    Johns Wunde am Arm war versorgt worden, außerdem Mulders Platzwunden im Gesicht und an der Schulter, sowie die leichteren Schürf- und Schnittwunden der anderen.
    Mulder lehnte entspannt den Kopf zurück, doch sein Blick war sehr nachdenklich. Grübelnd starrte er in die dunkle Nacht und kaute unbewusst auf seiner Unterlippe.
    Die Laternen des nahegelegenen Parks strahlten bis zu ihm auf den Balkon. Die Straße, die vor dem Motel entlang führte, war ruhig. Das einzige, was die nächtliche Stille durchbrach, war die leise Musik, die aus dem Restaurant direkt gegenüber kam.
    Plötzlich hörte er das leise Durchziehen einer Schlüsselkarte und die Tür zum Zimmer ging auf.
    Mulder drehte sich um und sah Scully leise das dunkle Zimmer betreten. Langsam ging sie zum Bett und setzte sich vorsichtig neben ihren schlafenden Sohn an die Bettkante.
    Mulder schaute wieder nach vorne - sein nachdenklicher Blick war allerdings nun einem sanften Lächeln gewichen.
    Er hatte eine ganze Weile den nächtlichen Geräuschen gelauscht, als er zwei zarte Hände an seinem Hals und auf seiner Schulter spürte.
    „Er schläft tief und fest“, sagte Scully leise.
    „Schon die ganze Zeit“, erwiderte Mulder. „William war völlig fertig.“
    Nachdem Mulder und William im Krankenhaus untersucht und verarztet worden waren, waren sie schon mal vorausgegangen und hatten in dem Restaurant auf der anderen Straßenseite noch etwas gegessen.
    „Ich musste richtig aufpassen, dass er nicht im Sitzen über seinem Teller einschläft.“
    Scully schmunzelte.
    Liebevoll griff Mulder nach Scullys Hand, verschränkte kurz seine Finger mit ihren und gab ihr einen zärtlichen Kuss auf die Handfläche.
    „Ich habe vorhin kurz mit Skinner telefoniert.“
    „Und?“ fragte sie interessiert. „Was hat er gesagt?“
    „Es hat geklappt. Skinner hat nicht nur alle für das Magnetit zuständigen Männer auf unserer Liste festnehmen können, sondern auch noch die Gesundheitsbehörde alarmiert. Die ersten der kontaminierten und verseuchten Maisfelder sind bereits verbrannt worden.“
    Skinner hatte, nachdem er Mulders Rückmeldung und die Koordinaten erhalten und diese an Scully weitergegeben hatte, einige ihm gut bekannte Personen der amerikanischen Gesundheitsbehörde alarmiert. Dabei hatte er bewusst die Chefetage umgangen und sich direkt mit den Labors in Verbindung gesetzt, wo man, aufgrund des dringenden und alarmierenden Anrufs des Assistant-Direktors persönlich, sofort gehandelt hatte. Und natürlich war das Virus, das in den ersten genommenen Proben gefunden worden war, sehr besorgniserregend und wurde sofort als höchst gesundheitsgefährdend eingestuft. Die darauffolgenden Aktionen waren dann fast ein Selbstläufer. Die Maisplantagen wurden gesperrt und sofort vernichtet, einschließlich der Bienen, die, dadurch, dass sie direkt an das Feld angesiedelt waren, als ebenso verseucht galten. Natürlich hatte Skinner nicht versäumt, den Hinweis zu geben, dass die gesamte Produktion der Speiseölfirma Nature’s Best Cornoil davon betroffen sein könnte. Und so dehnte sich mittlerweile die Kontrolle und Vernichtung der Maisfelder auf ganz Amerika aus.
    „Skinner meinte, dass sie als nächstes an die Niederlassungen im Ausland gehen. Offiziell besteht die Gefahr einer weltweiten Epidemie“, berichtete Mulder.
    „Also droht von dieser Seite auch bald keine Gefahr mehr.“
    „Richtig.“
    „Und die Kinder im Waisenhaus?“
    „Skinner hat eine Spezialeinheit losgeschickt, damit diese sich um sie kümmern. Sie werden unter strenge Aufsicht gestellt… und ihre Entwicklung beobachtet. Und wer weiß… vielleicht können sie als normale Menschen unter uns leben.“
    „So wie es einige bereits tun.“
    „Ja, deren Identitäten werden wir allerdings niemals herausfinden. Die Unterlagen sind durch die Explosion und das Feuer in der geheimen Basis vernichtet worden. Doch ich denke, ohne ihre Anführer und deren Anweisungen sind sie keine Gefahr. Sie werden ihr Leben weiterleben wie bisher auch.“
    „Ja, das denke ich auch…“
    Mit einem erleichterten Seufzer schaute Scully nach vorne und beobachtete nun ebenfalls das Restaurant gegenüber.
    „Wie geht es John?“ unterbrach Mulder nach einer Weile die Stille.
    „Sehr gut“, lächelte Scully. „Die Wunde hat sich nur leicht entzündet. Es ist keine Blutvergiftung. Allerdings musste die Wunde etwas aufwändiger gesäubert werden. Er bleibt deshalb diese Nacht im Krankenhaus. Morgen wird ihm ein richtiger Verband angelegt und er kann gehen.“
    „Und Monica?“
    „Wir sind zusammen hergefahren.“ Scully schaute mit einem liebevollen Lächeln nach unten und fuhr Mulder durch seine dunklen Haare. Einen Moment fragte sie sich, ob er wohl seine Haare wieder kürzer schneiden würde. Doch dann verwarf sie den Gedanken wieder und erzählte weiter. „Monica hat ein Zimmer am anderen Ende des Ganges.“
    „Sie wollte sicherlich nicht mit, oder?“ fragte Mulder schmunzelnd und Scully zog zunächst überrascht eine Augenbraue nach oben. Doch dann grinste sie.
    „Absolut nicht.“
    „Wer hat sie schlussendlich überreden können?“
    „John natürlich. Er hat nicht lockergelassen, bis sie sich bereiterklärt hat, mit mir mitzufahren. Es war ihr anzusehen, dass sie todmüde war. Aber dennoch war sie eine ganze Weile ziemlich stur geblieben.“
    Mit einem amüsierten Funkeln in den Augen sah Mulder zu Scully auf.
    „Irgendwie erinnern die beiden mich an jemanden.“
    „Mich auch…“
    Behutsam führte Mulder Scully an ihrer Hand um den Korbstuhl herum und zog sie auf seinen Schoß. Sie legte ihm ihre Arme um den Hals und lehnte ihren Kopf an seinen. Mulder umfasste ihre Taille. Gemeinsam schaute sie schweigend in die ruhige Nacht, beobachteten die Lichter der friedlichen Kleinstadt und das leise Geschehen gegenüber. Mehrere Personen verließen gerade fröhlich lachend das Restaurant.
    „Es ist alles so schön ruhig und friedlich“, seufzte Scully.
    „Ja…“
    „Ich spüre es deutlich… Es ist alles gut.“
    Nun schaute Mulder ihr in die Augen.
    „Und morgen? Was wollen wir tun?“
    Scully legte verwundert die Stirn in Falten.
    „Warum?“
    „Willst du fort?“
    „Fort?“
    „Ja…“, murmelte Mulder leise. „Fort von Washington. Fort vom FBI… Fort von allem, das dich an die Vergangenheit erinnert… und irgendwo ein neues Leben beginnen?“
    Scully schaute nachdenklich. Sie überlegte einen Moment. Doch dann schüttelte sie den Kopf.
    „Nein.“
    „Nein?“ Mulder war sichtlich überrascht.
    „Nein… Ich habe es gefühlt, seit wir wieder zurück sind. Auch wenn das Gefühl überschattet war von Angst, es war die ganze Zeit da. Washington ist mein Zuhause.“ Nun blickte sie Mulder ernst und überzeugt in die Augen. „Ich würde gerne dort bleiben. Natürlich nur wenn das auch für dich okay ist.“
    Lächelnd strich ihr Mulder eine Haarsträhne aus dem Gesicht.
    „Ich hatte gehofft, dass du das sagst.“
    „Außerdem ist es auch gut für William“, fügte sie noch hinzu. „Es wird ihm dort gefallen. Und er hat dort alle Möglichkeiten.“
    Mulder nickte zustimmend.
    „Und was willst du machen? Wieder als Ärztin arbeiten?“
    Scully lächelte daraufhin verschmitzt.
    „Nein. Weißt du nicht mehr? Ich habe einen tollen Job."
    „Du willst beim FBI bleiben?“
    „Ja“, nickte Scully. „Ich habe damals meine Medizinkarriere aufgegeben, um beim FBI etwas zu bewirken. Und das gilt heute noch genauso. Ich habe die letzten Jahre zwar als Ärztin gearbeitet, doch ich habe gemerkt, dass es eigentlich nicht das ist, was ich möchte. Und als ich wieder beim FBI angefangen hatte…“ Sie seufzte. „Mein Arbeitsplatz ist beim FBI. Das war schon immer so und wird auch immer so bleiben.“
    „Na, dann werde ich Skinner einfach mal fragen, ob er vielleicht noch einen Job für einen ehemaligen Agenten hat. Vielleicht kann ich ja ein paar Ordner sortieren.“
    Beide mussten lachen, doch dann wurde Scully sehr nachdenklich.
    „Die X-Akten?“
    Mulder schwieg zwar einen Moment, doch dann schüttelte er entschieden den Kopf.
    „Nein.“
    Nun war es Scully, die äußerst überrascht reagierte.
    „Nein?“
    „Nein. Damit ist endgültig Schluss. Schließlich…“ Mulder schmunzelte. „… habe ich keine Partnerin mehr. Außerdem kann ich doch John und Monica den Job nicht wegnehmen.“
    „Nein, das wäre wirklich nicht in Ordnung“, seufzte Scully erleichtert, kuschelte sich enger an ihn und legte ihren Kopf an seinen Hals. Mulder griff daraufhin nach der weichen Wolldecke, die er bereitgelegt hatte, und breitete sie über sich und Scully aus.
    „Ihnen gefällt die Arbeit an den X-Akten“, meinte er noch. „Ich will nicht Schuld sein, dass sie in andere Abteilungen versetzt werden. Womöglich noch in anderen Städten.“
    „Ja, das wäre schade“, stimmte Scully ihm zu. „Ich mag beide auch sehr gerne. Es sind wirklich gute Freunde.“
    „Außerdem bin ich der Meinung, dass es nicht zu den Aufgaben eines fürsorglichen Vaters und liebevollen Ehemannes gehört, sich die Nächte um die Ohren zu schlagen, gefährlichen Monstern hinterherzujagen oder sich leichtsinnig in Gefahr zu begeben.“
    Scully zog zunächst überrascht eine Augenbraue nach oben, doch dann konnte sie ein glückliches Lächeln nicht verhindern. Zu schön war einfach die Vorstellung, dass sie endlich angekommen waren - schlussendlich doch das bekommen hatten, was sie sich sehnlichst gewünscht hatten - woran sie teilweise aber schon gar nicht mehr zu denken gewagt hatte.
    „Also ganz klassisch, Mulder?“ fragte sie sanft.
    „Ja, mein Schatz“, sagte er überzeugt und schloss die Arme noch enger um sie. „Ganz klassisch.“
    „Kind-Haus-Hund?“ lachte Scully leise und Mulder lachte ebenfalls.
    „Kind-Haus…“ Doch dann stutzte er. „Hund?“
    „Unser Sohn hat einen Hund, Mulder“, bemerkte Scully belustigt.
    „Oh… ja… stimmt.“ Er grinste. „Dann eben auch mit Hund.“
    Sie küssten sich und kuschelten sich aneinander. Eine Weile schwiegen sie, während Mulder Scully zärtlich durch die Haare strich. Gemeinsam ging ihr Blick in die Sterne.
    „Die Sterne sind so klar“, murmelte Scully. „Ich kann es fast noch nicht glauben, dass wir ab jetzt ohne Gefahr leben können.“
    Beide spürten eine tiefe Erleichterung und eine neue und wirklich noch etwas ungewohnte Freiheit. Eine tiefe und vollkommene Freiheit, wie sie sie vielleicht nur in einem ganz besonderen Moment auf Hawaii erlebt hatten.
    „Ich liebe dich über alles, Dana. Weißt du das?“ unterbrach Mulder plötzlich das angenehme Schweigen zwischen ihnen.
    „Ja…“, lächelte sie. „Denn ich liebe dich ebenso.“
    Einen langen Moment schauten sie sich in die Augen. Scully streichelte ihm dabei über die Wange. Ganz leicht berührte ihre Nase seine, dann ihre Lippen die seinen - was zu einem langen und innigen Kuss führte. Mit einem wohligen Seufzer kuschelte sich Scully dann noch weiter unter die Decke, noch enger in seine starken Arme, die ihr so viel Geborgenheit schenkten.
    Gemeinsam beobachteten sie, wie das Restaurant gegenüber schloss. Nach und nach erloschen die Lichter und wenige Minuten später traten der Wirt und zwei Kellnerinnen auf die Straße. Freundlich verabschiedeten sie sich voneinander und gingen dann getrennte Wege.
    Scully hatte nicht bemerkt, dass Mulders Blick wieder etwas nachdenklicher geworden war. Doch als er schwer ausatmete, sah Scully ihn sofort an.
    „Was ist?“ fragte sie ruhig.
    Mulder antwortete zunächst nicht. Er lächelte sie nur schwach an und betrachtete sie eine Weile ausgiebig.
    „Ich… Es gibt etwas, über das ich schon eine ganze Weile nachdenke“, begann er dann. „Es kommt mir einfach immer wieder in den Sinn.“
    „Was?“ hakte Scully nach, doch Mulder reagierte zurückhaltend.
    „Ich… würde dir gerne etwas erzählen. Aber bitte…“ Sein Blick wurde eindringlich. „… hör einfach erst einmal zu. Und erschrick bitte nicht.“ Scully war sichtlich irritiert, doch Mulder lächelte beruhigend. „Keine Angst. Glaub mir. Ich würde dir so etwas nicht erzählen, wenn ich nicht dieses ständig wiederkehrende Gefühl hätte, es könnte wirklich etwas bedeuten. Aber wenn du das anders siehst… oder irgendwelche Einwände oder Bedenken hast… dann vergessen wir die Sache ganz einfach wieder, okay?“
    Scully schaute ihm einen Moment schweigend in seine haselnussbraunen Augen. Dann nickte sie kaum merklich.
    „O-kay“, sagte leise, aber dennoch interessiert. „Ich vertraue dir natürlich. Um was geht es?“
    Mulder antwortete ohne den Blick von ihren blauen faszinierenden Augen abzuwenden.
    „Um ein kleines Mädchen… namens Frances.“
    1. November 2013 13:47:50 CET
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  • 958
    *Quiiiiiiiieeeeeeeeeeeeeetsch* na dann sind wir uns ja einig, Aurora! ;)
    soooo schön!!! Bin schon so gespannt, was es mit der Kleinen auf sich hat! =)
    Schon mal jetzt 1000x DANKE fü diese WUNDERVOLLE, EINMALIGE GESCHICHTE!!! Genau SO hätte ich/würde ich mir XF³ wünschen!
    [center][IMG]http://i393.photobucket.com/albums/pp11/cliohres/3333aaaaa.jpg[/IMG][/center]
    1. November 2013 14:16:13 CET
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  • Original von cliohres
    *Quiiiiiiiieeeeeeeeeeeeeetsch* na dann sind wir uns ja einig, Aurora! ;)
    soooo schön!!! Bin schon so gespannt, was es mit der Kleinen auf sich hat! =)
    Schon mal jetzt 1000x DANKE fü diese WUNDERVOLLE, EINMALIGE GESCHICHTE!!! Genau SO hätte ich/würde ich mir XF³ wünschen!


    Haha, jetzt kann ich auch zitieren!

    Ich schließe mich natürlich an: DANKE, aurora, für diese wunderbare Geschichte!!

    Und danke, dass es tatsächlich noch ein bisschen weitergeht. :D
    (Ich hab auch wieder so eine Idee, was Frances betrifft ;) Bin aber dennoch sehr gespannt, was Du uns noch eröffnest!)
    1. November 2013 18:41:48 CET
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  • Jetzt kann ich mich auch nochmal wiederholen... und das mache ich sehr gerne :] :):
    Ein riesengroßes, dickes, fettes DANKE an euch und euer tolles Feedback!!!!!
    Es hat wirklich sehr viel Spaß gemacht, die Story zu posten!!!! :D =) =)
    Danke, danke, danke, danke, danke :D :D :D :D

    Soooo... und hier nun noch ein wenig "Happy Family" ;)

    ****

    EINIGE MONATE SPÄTER...


    Haus der Familie Mulder,
    Washington D.C.
    Samstag, 12.06.10 12:34 Uhr


    John lenkte schwungvoll seinen Wagen von der Straße in der ruhigen Vorstadtsiedlung die gepflasterte Auffahrt zu einem schicken Einfamilienhaus hinauf. Nach wenigen Metern hielt er vor dem weißen Tor der Doppelgarage.
    „Das Haus ist ein Traum“, murmelte Monica, während sie den liebevoll angelegten Vorplatz direkt neben der Garage betrachtete.
    „Das sagst du jedes Mal“, meinte John mit einem schiefen Grinsen, schaltete den Motor aus und stieg aus. Monica nahm ihre Tasche und folgte ihm.
    „Aber ich habe Recht“, bemerkte sie, während sie gemeinsam Richtung Haustür liefen. Doch noch bevor sie klingeln konnten, hörten sie bereits freudiges Hundegebell. Und wenige Sekunden später kam ein wunderschöner, mittlerweile schon deutlich gewachsener Golden Retriever auf sie zu gerannt.
    Monica ging vor ihm in die Hocke und begrüßte ihn.
    „Na, Buma“, lachte sie. „Du hörst auch sofort, wenn wir kommen, oder?“
    Als hätte der Hund Monica verstanden, bellte er zustimmend und rannte zu John, der ihn ebenfalls streicheln musste.
    „Ich glaube, wir sollen ihm folgen“, sagte er, als Buma einige Schritte vorweg lief – Richtung Garten – und dann abwartend stehenblieb.
    Sie liefen den kurzen schmalen Weg am Haus entlang, dann um die Ecke und gelangten gleich auf die Wiese, wo sie den bereits gedeckten Tisch und die dazugehörigen dunkelbraunen Gartenstühle aus Holz sehen konnten.
    „Sind wir zu spät?“ fragte Monica, doch wurde sofort beruhigt.
    „Nein, nein“, lachte Scully, die gerade mit einem Krug Wasser mit Eiswürfeln in der einen und einem Stapel Servietten in der anderen Hand aus der Terrassentür kam und alles auf dem Tisch abstellte. „Mulder und William sind noch nicht einmal wieder zurück.“ Dann ging sie zu Monica und John und begrüßte beide herzlich.
    „Wo sind sie denn?“ wollte Monica wissen, doch Scully winkte nur lachend ab.
    „Mulder hat gestern doch länger gearbeitet. Deshalb musste er eben jetzt noch mal los. Und William wollte natürlich mit.“ Scully sah auf ihre Uhr. „Sie müssten aber gleich kommen. Setzt euch.“
    Monica und John nahmen ihre mittlerweile gewohnten Plätze am Tisch ein.
    „Sein Job gefällt ihm demnach immer noch?“ fragte Monica.
    „Ja“, lachte Scully. „Sehr sogar. Er kann überall mitmischen, das tun, was er am liebsten tut und auch am besten kann – trotzdem hat er eine gewisse Distanz, sodass er auch ein normales Familienleben führen kann. So wie er sich das vorgestellt hat.“
    „Er ist uns aber oft eine große Hilfe“, gab John zu. „Es überrascht mich immer wieder, wie viel er weiß.“
    Scully lachte, lief über die aus dunklem Holz gefertigte Terrasse ins Haus und kam einen kurzen Moment später mit Gläsern zurück.
    „Kann ich dir irgendwie helfen?“ fragte John und war schon wieder aufgestanden, um ihr die Gläser abzunehmen. „Mulder macht mich einen Kopf kürzer, wenn er kommt und sieht, dass du alles alleine schleppst und ich nur rumsitze“, witzelte er – woraufhin Scully belustigt die Augen verdrehte.
    „Ich habe ihm schon öfters gesagt, dass er nicht so übertreiben soll. Schließlich bin ich nicht die Einzige, mache das nicht das erste Mal durch und bin ja zudem auch noch selbst Ärztin. Doch das vergisst er gerne.“
    „Aber er meint es ja nur gut“, verteidigte Monica Mulder, doch Scully zog skeptisch eine Augenbraue nach oben.
    „Außerdem hat er nicht so ganz Unrecht“, stellte sich nun auch John auf Mulders Seite. „Ich habe dich damals erlebt. Von Schonen war da nicht viel zu sehen. Und schließlich kennt er dich besser als sonst jemand. Außerdem ist das alles neu für ihn.“
    Scully verschränkte die Arme vor der Brust, woraufhin sich das etwas weitere Shirt, das sie trug, anlegte und sich ihr bereits deutlich gewölbter Bauch unter dem Stoff abzeichnete.
    „Jaja. Verteidigt ihn nur“, lachte sie. „Doch bitte seid wenigstens ihr nicht so streng mit mir. Mir reicht das Exemplar überfürsorglicher Ehemann und werdender Vater völlig aus. Aber wenn du gerne etwas tun möchtest, John… Im Keller steht noch der Sack mit Grillkohle.“
    „Zu Befehl, Mrs. Mulder.“ Er hob salutierend die Hand an die Stirn und war schon auf dem Weg ins Haus. Die beiden Frauen schauten ihm belustigt nach, dann setzte Scully sich, füllte zwei Gläser mit kühlem Wasser und schob eines zu Monica.
    „Danke. Wie geht es dir überhaupt?“
    „Sehr gut. Es verläuft alles normal.“ Scully stellte den Krug beiseite. Ihr Blick wurde etwas verträumt. „Ich kann es immer noch nicht so richtig glauben, dass ich in drei Monaten wirklich zum zweiten Mal Mutter werde.“
    „Naja.“ Monica schmunzelte. „Wenn du an dir runterschaust, solltest du eigentlich jede Zweifel vergessen können, oder?“
    Beide lachten.
    Mulder hatte Scully damals von seinem Treffen mit Tamara Houseman erzählt - insbesondere von deren Tochter Frances. Das kleine Mädchen, das es eigentlich nicht geben konnte.
    Scully war zunächst ziemlich überrascht gewesen. Sie hatte über die anderen Kinder wenig nachgedacht… und noch weniger über deren Mütter. Auf den Gedanken, dass Tamara Houseman zusammen mit ihrem Mann früher in Washington gelebt und ebenfalls bei Dr. Parenti gewesen sein könnte, war sie überhaupt nicht gekommen.
    Sie schaute betrübt.
    „Zum Glück haben die Familien der anderen Kinder nicht den gleichen Fehler begangen wie die Adoptiveltern von William.“
    „Die Jobangebote in New York, damit alle in der Nähe vom Waisenhaus aufwachsen?“
    Scully nickte.
    „Ja. Alle haben die Angebote angenommen und sind – nichtsahnend - nach New York gezogen. Wenn sie es auch getan und ihre Farm aufgegeben hätten… wären sie mit Sicherheit noch am Leben.“
    Monica erwiderte zunächst nichts.
    Bei den weiteren Ermittlungen, die aufgrund der Vorfälle durchgeführt worden waren, hatte man auf dem Farmgrundstück der Familie Van de Kamp die Leichen der Adoptiveltern gefunden – vergraben einige Meter abseits des Wohnhauses. Sie waren erschossen worden. Untersuchungen hatten ergeben, dass der Mord bereits mehrere Jahre zurücklag - was sich mit den Beschreibungen der Nachbarin deckte, die daraufhin befragt worden war. Die Adoptiveltern hatten demnach nicht viel Zeit gemeinsam mit William verbringen können.
    „Das weißt du aber nicht mit Sicherheit, Dana“, bemerkte Monica. „William war das wichtigste der Kinder. Vielleicht wäre das früher oder später sowieso passiert.“
    „Ja. Vielleicht.“
    „Du kannst nichts dafür, Dana. Gib dir nun nicht die Schuld dafür! Denk lieber daran, dass es für alle vier Familien am Ende gut ausgegangen ist.“ Monica schaute sehr eindringlich.
    Scully zögerte einen Moment, doch dann lächelte sie leicht und Monica lehnte sich erleichtert in ihrem Stuhl zurück.
    Mulder hatte Scully natürlich auch von den Berichten erzählt, die er in dem Labortrakt gefunden hatte. Die detaillierten Beschreibungen über die Entstehung der vier Alpha-Kinder.
    Nachdem alle Kinder wieder ihren Eltern übergeben worden waren, waren diese von Skinner zu einem gewissen Grad über das Geschehen aufgeklärt worden. Auch, dass es möglicherweise damals bei den durchgeführten medizinischen Eingriffen bei den Frauen zu Unstimmigkeiten gekommen sein könnte. Alle Eltern hatten sich daraufhin sofort bereiterklärt, Abstammungstests zu machen, da jeder wissen wollte, ob die Befürchtungen berechtigt waren. Doch zur Erleichterung aller hatte sich herausgestellt, dass alle die biologischen Eltern ihrer Kinder waren – einschließlich Scully und Mulder.
    „Im Grunde hätten wir diesen Test überhaupt nicht machen brauchen“, bemerkte Scully. „Wir wussten ja, dass William wirklich unser Sohn ist.“
    „Es schadet aber auch nicht, es noch mal schwarz auf weiß zu haben, oder?“ hakte Monica belustigt nach und Scully grinste.
    „Nein… Trotzdem war ich zunächst im Zwiespalt gewesen, ob ich das ganze Thema nicht damit – mit diesem schönen Ergebnis - endgültig abhaken sollte.“
    Scully hatte zunächst etwas zögerlich auf Mulders Vorschlag reagiert, sich den gleichen Untersuchungen wie Tamara Houseman zu unterziehen. Um herauszufinden, ob bei ihr der gleiche Fall vorlag. Doch natürlich hatte sie der Gedanke auch nicht mehr losgelassen und nach einigen Tagen hatte sie sich dann doch bei ihrem Arzt einen Termin für ein Vorgespräch geben lassen. Mulder hatte ihr zwar angeboten, mitzugehen, doch zunächst hatte Scully den Arzt alleine aufsuchen wollen.
    Als sie dann im Wartezimmer gesessen hatte, hatte sie sich sehr unwohl und nervös gefühlt. Unsicher, auf was sie sich eingelassen hatte und was bei den Tests herauskommen würde. Und – vor allem – ob sie bereit war, das Ganze noch mal durchzuziehen, wenn es wirklich möglich wäre und wieder auf eine künstliche Befruchtung hinauslaufen würde. Doch sie hatte sich damit beruhigt, dass sie das dann immer noch entscheiden konnten.
    Das Gespräch mit ihrem Arzt war sehr gut verlaufen. Er hatte sich ihre Geschichte sehr aufmerksam und interessiert angehört, auch bei einigen Punkten nachgefragt und Scully hatte auch gemerkt, dass die Tatsache, dass sie selbst Ärztin war, ein Gespräch auf gleicher Ebene ermöglichte. Sie hatte sich nicht wie eine Patientin gefühlt. Nachdem sie auf die Parallele mit Tamara Houseman hingewiesen hatte, hatte Dr. Sloan einige Tage später mit deren Ärztin in New York Kontakt aufgenommen, um ihre Erfahrungen zu hören.
    Scully war gestärkt und zuversichtlich aus dem ersten Gespräch herausgegangen – mit dem Entschluss, dass sie die Untersuchungen auf jeden Fall machen wollte – was natürlich Mulder sehr gefreut hatte. Zwei Wochen später war Scully, diesmal zusammen mit Mulder, erneut bei ihrem Arzt gesessen, der ihnen das Ergebnis mitgeteilt hatte. Und beide waren nicht wenig überrascht gewesen, was die Untersuchungen ergeben hatten.
    „Dass bei mir im Grunde der gleiche Fall wie bei Tamara Houseman vorliegt, hatte ich im ersten Moment nicht glauben können.“ Scully schüttelte den Kopf. „Die Wahrscheinlichkeit, dass ich schwanger werde, ist zwar ebenfalls sehr viel geringer als bei gesunden Frauen. Doch es ist nicht unmöglich. Und dass es auch unter solchen Umständen klappen kann, sieht man ja an der kleinen Frances.“
    Monica trank einen großen Schluck Wasser.
    „Jetzt kann ich es dir ja sagen“, grinste sie. „Ich hatte mir schon so etwas in der Richtung gedacht. Ihr beide wart irgendwie anders.“
    Scully runzelte ungläubig die Stirn.
    „Weißt du noch, als die Housemans Alexander abgeholt haben?“ fragte Monica.
    „Ja?“
    „Sie hatten die kleine Frances dabei. Ich hatte mir zunächst gar keine Gedanken über sie gemacht. Doch ich habe eure Blicke gesehen, als Tamara vor euch stand. Mit dem Baby auf dem Arm… In diesem Moment ist es mir überhaupt erst bewusst geworden. Woher kommt das kleine Mädchen? Wie passt sie in die ganze Geschichte? Naja… Und nach einem kurzen Gespräch mit Tamara Houseman über ihre niedliche Tochter, habe ich so meine Vermutungen angestellt.“
    2. November 2013 15:01:07 CET
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  • „Einer aufmerksamen FBI-Agentin entgeht nichts“, bemerkte Scully amüsiert, doch dann wurde sie nachdenklich. „Ich weiß allerdings nicht, ob ich überhaupt ein zweites Mal die Strapazen einer künstlichen Befruchtung auf mich genommen hätte. Schließlich haben wir William. Und ich wollte meine Aufmerksamkeit nicht so kurz nachdem wir ihn wiederhatten, auf etwas anderes verwenden. In erster Linie ging es mir und auch Mulder darum, erst einmal ein schönes und normales Leben für uns drei zu schaffen. Natürlich…“, räumte sie dann ein. „… hatten wir die Ratschläge von Dr. Sloan irgendwie im Hinterkopf behalten. Doch das war für uns beide nicht vorrangig. Wie gesagt, wir haben William. Und dann fanden wir noch dieses wunderschöne Haus.“
    „Da kann ich euch vollkommen verstehen“, lächelte Monica mit einem verträumten Blick auf die Terrasse und die weiße Fassade des Hauses. „Aber vielleicht war ja gerade das der richtige Weg. Das Leben, das ihr vorher geführt habt, war nichts für ein Kind. Und ich denke, das war der ausschlaggebende Faktor. Bei solchen Sachen spielt auch oft der Kopf eine große Rolle. Ihr wart zu sehr mit anderen Dingen und Sorgen beschäftigt. Doch nachdem ihr endlich zur Ruhe gekommen wart und das Leben führen konntet, das ihr euch so ersehnt habt…“
    „Ja…“ Scully lächelte. „Und wir haben die Hoffnung einfach nicht aufgegeben.“
    „Hast du dich eigentlich mal gefragt, was damals wirklich passiert ist? Was Dr. Parenti wirklich gemacht hat?“
    Scully lehnte sich zurück und überlegte einen Moment. Dabei fuhr sie unbewusst mit einer Hand langsam über ihren Bauch.
    „Natürlich habe ich mich das gefragt. Und das nicht nur einmal“, gab sie dann zu. „Doch dann ist mir bewusst geworden, dass es mich eigentlich gar nicht interessiert.“
    Monica schaute überrascht.
    „Ehrlich nicht?“
    Scully musste lachen.
    „Nein. Wirklich nicht. Warum auch?“ Sie zuckte mit den Schultern. „Ich habe alles, was ich mir gewünscht habe. Zudem noch einiges, was ich niemals zu hoffen gewagt hätte.“ Nun lächelte sie wieder. „Dieses Kapitel ist abgeschlossen, Monica. Ich möchte nicht mehr zurückblicken… und ich brauche es auch nicht. William ist ein normaler Junge und unser Sohn. Was will ich noch mehr?“
    „Willst du trotzdem meine Theorie hören?“ wollte Monica wissen.
    Scully sah Monica einen Moment an, dann verdrehte sie belustigt die Augen.
    „Ja. Natürlich.“
    „Okay. Fangen wir doch mit den beiden wichtigsten Tatsachen an. Erstens. William ist euer Sohn. Und zweitens… Er ist ein Mensch wie du und ich. Die wenigen vermeintlichen Fähigkeiten hat er von euch.“
    „Mmhh… Ja.“ Scully hörte aufmerksam zu, als Monica fortfuhr.
    „Demnach hat zum einen Kersh gelogen, als er zu Mulder gesagt hat, er wäre nicht der Vater. Aber was noch viel wichtiger ist… auch der Bericht von Dr. Parenti an die anderen Mitglieder des Syndikats hat nicht gestimmt. Daraus ergeben sich nur zwei Möglichkeiten. Entweder hat er wirklich die künstliche Befruchtung erfolgreich durchgeführt, allerdings nichts manipuliert und auch nicht mit den dafür vorgesehenen, mit Alien-DNA manipulierten Samenzellen, sondern…“
    „… mit Mulders.“
    „Ja. Oder der Eingriff hat nicht geklappt und er hat dich und die anderen Frauen irgendwie wieder einigermaßen geheilt. Möglicherweise hat er das, was man dir damals angetan hat - so weit es medizinisch möglich war - wieder rückgängig gemacht. Zugang zu den entsprechenden Mitteln hätte er gehabt. Und William ist dann wirklich auf normalem Weg entstanden. Das Ergebnis wäre in beiden Fälle das Gleiche.“
    „Richtig.“
    „Ich denke, es spricht am meisten für die erste Variante. So konnte er dem Rest des Syndikats vorgaukeln, dass alles funktioniert hat. Sowohl bei dir, wie auch bei den anderen drei Frauen, bei denen er es genauso gemacht hat. Und die Gefahr entdeckt zu werden, war äußerst gering. Denn schließlich lief offiziell alles nach Plan. Man hat dir gesagt, dass es nicht geklappt hat… Ihr habt euch beide immer Gedanken gemacht, ob er nicht doch euer Sohn ist… habt ihn beschützt… Da kommen dann wieder Kershs Erzählungen zum Tragen.“
    „Aber irgendetwas muss er gemacht haben“, bemerkte Scully. „Irgendwas muss er verändert haben. Und das nicht nur bei mir.“
    „Ja. Dass du und die anderen drei Frauen alle bei Dr. Parenti wart, ist schon auffällig. Und ich gehe davon aus, wenn man diese Untersuchungen auch noch bei den Müttern von Emily und Marie machen würde, würde man zu dem gleichen Ergebnis kommen.“
    Scully legte etwas zweifelnd die Stirn in Falten.
    „Eine Kombination aus beidem?“
    Monica lächelte.
    „Das wird wohl niemals zu hundert Prozent geklärt werden. Doch eines ist sicher… und zwar, dass sich Dr. Parenti gegen die Pläne des Syndikats gestellt hat.“
    „Sieht so aus…“ Scully nahm ihr Wasserglas und drehte es nachdenklich in den Händen.
    „Eine andere Erklärung gibt es nicht, Dana.“ Sie lächelte. „Möglicherweise hat er ein schlechtes Gewissen bekommen und wollte seine Verbrechen wieder gutmachen. Er hatte als Einziger das Wissen und die Möglichkeiten dazu. Das alles wäre eine sehr plausible Erklärung für die kleine Frances und das Baby, das du nun erwartest.“
    „Das stimmt“, räumte Scully ein und lächelte. „Du könntest damit wirklich Recht haben.“
    „Ich bin davon überzeugt“, sagte Monica bestimmt und nahm sich eine Salzstange aus dem schmalen Glas, das in der Mitte des Tisches stand. Die beiden Frauen sahen sich einen Moment schweigend an. Dann lachte Monica.
    „Aber eigentlich hast du ja Recht, Dana.“ Sie atmete tief aus. „Wir brauchen nicht mehr zurückschauen. Es ist vorbei.“
    „Genau“, schmunzelte Scully.
    „Habt ihr schon einen Namen für sie ausgesucht?“
    Scully zog verschwörerisch eine Augenbraue nach oben.
    „Ja.“
    „Lass mich raten“, kam ihr Monica zuvor. „Samantha.“
    Scully starrte sie einen Moment perplex an.
    „Woher…?“
    „Reine Vermutung“, antwortete Monica, doch Scully kniff skeptisch ihre Augen zusammen.
    „Mulder hat es dir gesagt… oder William.“
    „Es war William“, lachte Monica. „Er war so stolz letztens, als er beim FBI war. Mulder war kurz mit ihm unten bei uns im Büro.“
    „William kann es gar nicht erwarten, endlich eine kleine Schwester zu haben.“
    In diesem Moment kam John aus dem Haus. In der Hand trug er einen großen Sack Kohle.
    „Entschuldigt, dass ich so lange gebraucht habe“, grinste er. „Doch ich habe mir die Bilder im Treppenhaus angesehen.“ Er schleppte die Kohle zum Grill. „Sind sehr schön.“
    „Finde ich auch“, sagte Scully. „Deshalb habe ich sie aufgehängt.“
    „Was für Bilder?“ fragte Monica nach.
    „Verschiedene von William, Mulder und mir. Die meisten allerdings von Mulder und William beim Baseball- und Basketballspielen.“
    Als Scully Baseball erwähnte, erinnerte sich Monica an etwas.
    „Was war eigentlich neulich, als du wegen William ins Krankenhaus musstest? Er hatte sich doch beim Baseballspielen verletzt, oder?“
    „Oh ja“, seufzte Scully. „Das habe ich dir ja noch gar nicht erzählt. Seine Verletzung war zum Glück nicht schlimm gewesen. Sein Arm war nur leicht verstaucht. Das, was aber drum herum passiert ist, war weitaus schlimmer.“
    „Was war denn los?“ wollte nun auch John wissen, der sich wieder neben Monica an den Tisch gesetzt hatte.
    William hatte mit Beginn des neuen Schuljahrs die Schule gewechselt. Sofort war er in heller Begeisterung für das Baseballteam gewesen und Scully und Mulder hatten natürlich nichts dagegen gehabt, dass er der Schulmannschaft beitrat.
    „Er spielt sehr gut“, sagte John. „Mulder erzählt viel davon.“
    „Ja“, nickte Scully. „Er ist wirklich gut. Und Mulder natürlich sehr stolz. Er ist ja selbst ein großer Baseballfan. William hatte sich bei einem Trainingsspiel am Arm verletzt und der Trainer hatte ihn sicherheitshalber gleich ins Krankenhaus gebracht. Er hatte befürchtet, dass der Arm gebrochen war. Die Direktorin hat mich gleich informiert und ich bin sofort losgefahren. Im Krankenhaus allerdings wollte man mir nicht sagen, wie es William ging, geschweige denn mich zu ihm lassen.“
    Monica reagierte bestürzt.
    „Wieso denn das? Wieso lassen sie eine Mutter nicht zu ihrem Kind?“
    Scully atmete tief aus.
    „Weil ich nach den Unterlagen, die sie im Krankenhaus von der Schule erhalten hatten, nicht seine Mutter bin.“
    „Was?“ Monica schaute irritiert zu John, der ebenfalls nicht wusste, wovon Scully sprach.
    „William hat offiziell keine Mutter, da ich durch die Adoption meine kompletten Rechte abgegeben habe“, erklärte Scully. „William hat nur einen Vater. Mulder. Ich habe ihn damals nach Williams Geburt als Vater eintragen lassen. Trotz aller Zweifel und Ungewissheit, die ich damals hatte, war er für mich von Anfang an Williams Vater.“
    „Aber durftest du ihn dann alleine überhaupt zur Adoption freigeben?“ hakte John nach.
    „Nein, eigentlich braucht man dazu die Einwilligung beider Elternteile“, sagte Scully. “Naja, Mulder war damals nicht da. Die Adoptionsbehörde hatte sich zwar zuerst geweigert, doch nachdem Skinner schriftlich bestätigt hatte, dass Mulder vom FBI für tot gehalten wurde und dass es für die Sicherheit des Kindes unumgänglich war, hatten sie zugestimmt.“
    „Skinner hat das gemacht?“ wunderte sich Monica und Scully schüttelte den Kopf.
    „Nein, er wollte es eigentlich nicht. Er hatte wie ich die gleiche Hoffnung und Überzeugung, dass Mulder noch lebte. Doch er konnte seine Augen auch nicht vor der Tatsache verschließen, dass William permanent in Gefahr war. Schlussendlich hatte er sich dann doch dazu entschieden, diesen Brief an die Adoptionsbehörde zu schreiben. Jetzt ist Mulder zwar wieder da und wir wollten die Adoption rückgängig machen. Doch da spielen die Behörden nicht mit. Allerdings haben sie darauf bestanden, Mulder als alleinigen Inhaber des Sorgerechts für William einzutragen. Er ist im Moment offiziell alleinerziehender Vater.“
    „Das ist doch Quatsch“, sagte John und auch Monica schüttelte ungläubig den Kopf.
    „Und nur deshalb haben sie dich nicht zu ihm gelassen?“ Sie konnte es immer noch nicht verstehen, dass so etwas möglich war. Doch Scully bestätigte es.
    „Ja. Ihr glaubt gar nicht, wie ich mich gefühlt habe. Ich hatte mir davor gar keine großen Gedanken darüber gemacht. Doch nicht einmal mein Ausweis, auf dem ja sogar der gleiche Name steht, hat sie überzeugt, dass ich wirklich seine Mutter bin. Schade, dass ich keinen richtigen FBI-Ausweis mehr habe, sondern nur die interne Zugangskarte zum Labor. Sonst hätte ich mir so Zugang zu ihm verschafft.“
    „Und was ist dann passiert?“
    „Mulder kam ins Krankenhaus. Ich hatte ihn gleich nach dem Telefonat mit Williams Direktorin angerufen. Allerdings war er noch an einem Tatort außerhalb der Stadt gewesen und hat deshalb etwas länger gebraucht. Doch nachdem er bestätigt hatte, dass ich seine Frau und wirklich Williams Mutter bin, haben sie sich vielmals entschuldigt und uns dann zu William gebracht – der sich zum Glück nicht schlimm verletzt hatte.“
    „Aber was macht ihr jetzt? Das kann ja so nicht bleiben“, gab Monica zu Bedenken.
    „Nein. Da ja die Adoption nicht rückgängig gemacht werden kann, haben wir uns neulich von einem Anwalt beraten lassen. Das einzige, was ich machen kann, ist William zu adoptieren.“
    „Das ist doch nicht dein Ernst“, sagte Monica fassungslos. „Du sollst dein eigenes Kind adoptieren?“
    Scully zuckte mit den Schultern.
    „Das ist die einzige Möglichkeit. Und ziemlich problemlos. Den Sohn meines Ehemannes zu adoptieren ist eine reine Formsache. Nur eine Unterschrift und alles ist erledigt. Wir haben nächste Woche einen Termin beim Anwalt.“
    Monica schüttelte immer noch ungläubig den Kopf.
    „Und er spielt wieder Baseball?“ fragte John.
    „Ja, natürlich“, lachte Scully. „Dieser kleine Zwischenfall hält ihn doch nicht von seinem Lieblingssport ab.“
    John grinste.
    „Und bei einem Jungen ist jede Schramme etwas, was man stolz vorzeigen kann.“
    Scully lachte.
    „Sein Dad vorweg.“
    „Wie gefällt es ihm denn auf der Schule? Hat er sich schon eingelebt? Schließlich kannte er ja niemand.“
    „Es läuft alles super“, erzählte Scully sichtlich stolz. „Er gehört zu den Klassenbesten, hat schon einige Freunde gefunden und seine Klassenlehrerin sagt, er würde sich sehr gut in die Gemeinschaft einfügen. Seine Mitschüler mögen ihn.“
    „Es wundert mich nicht, dass er zu den Besten gehört“, gab Monica zu und schaute zu John. „Wir hatten ja schon gleich zu Beginn festgestellt, dass er ein schlaues Kerlchen ist.“
    „Er wird sicherlich mal ein erfolgreicher Arzt oder Anwalt“, mutmaßte John, doch Scully schüttelte schmunzelnd den Kopf.
    „Bis jetzt hat sich sein Berufswunsch noch nicht geändert. Er will immer noch FBI-Agent werden. So wie sein Dad. Erst neulich kam er zu mir – in seiner Kinder-FBI-Jacke und hielt mir Mulders aufgeklappten FBI-Ausweis entgegen. Mit den Worten *Ich bin Agent Mulder vom FBI! Sie sind verhaftet, Ma’am.*“ Sie lachte. „Doch vorher hat er sich versprochen und *Sie sind verhaftet, Mum* gesagt. Ich habe mir das Lachen kaum verkneifen können, aber andererseits war es unglaublich. Diese entschlossene Miene, dieser Blick, der keine Widerrede akzeptiert. Er wäre mit Sicherheit ein guter Agent. Wir erklären ihm alles, was er wissen will. Und William hat wirklich viele Fragen.“
    „Man sieht ihm aber auch wirklich an, dass es ihn sehr interessiert. Jedes Mal, wenn er bei uns beim FBI ist, müssen wir ihm etwas zeigen“, lachte Monica.
    „Weißt du eigentlich, dass William auch bei den anderen Kollegen sehr beliebt ist?“ fragte John. „Jeder begrüßt ihn, jeder nimmt sich für ihn Zeit.“ Dann zwinkerte er Scully zu. „Vor allem unsere weiblichen Kollegen.“
    Scully lachte.
    „Das Aussehen hat er ja bereits. Aber meinst du, er strahlt als Neunjähriger auch schon Mulders Charme aus?“
    Monica grinste.
    „Oh ja… Du wirst sehen. Wenn er größer ist, werden ihm die Mädchen nur so hinterher rennen.“
    „Mmhh…“ Scullys Augenbraue wanderte belustigt nach oben. „Wahrscheinlich habt ihr damit auch noch Recht. Aber wie sollte es auch anders sein. Schließlich verbringt Mulder fast jeder freie Minute mit ihm. Die beiden sind fast unzertrennlich.“
    John schenkte sich nun auch ein Glas Wasser ein.
    „Aber nicht, dass er ihn zu sehr verwöhnt.“
    „Oh nein“, wehrte Scully schnell ab. „Mulder kann auch streng sein, wenn es sein muss. Und William merkt sofort, wenn er zu hören hat. Doch er ist seinem Dad so ähnlich… Da trifft dann auch schon mal Sturkopf auf Sturkopf.“
    2. November 2013 15:01:59 CET
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    In diesem Moment fuhr ein schwarzer Wagen die Auffahrt hinauf und Buma, der die ganze Zeit an seinem Stammplatz im Garten gelegen hatte, war aufgesprungen und mit aufgeregt wedelndem Schwanz losgerannt.
    „Euer neues Auto ist einfach spitze, Dana“, bemerkte John mit einem sehnsüchtigen Blick auf das schwarze Gefährt. „Ich habe Mulder schon gefragt, ob ich einmal damit fahren darf.“
    Die drei beobachteten, wie die Beifahrertür aufgestoßen wurde und William vom Sitz nach draußen rutschte. Natürlich hatte er bereits das Auto von John und Monica erkannt und wollte schon loslaufen, doch Mulder, der ebenfalls ausgestiegen war, rief ihn zurück.
    „William! Kannst du bitte noch was mitnehmen?“
    Mulder hatte den Kofferraum geöffnet und reichte seinem Sohn, der folgsam wieder zurückgegangen war, einen leichten Korb mit Weißbrot, der dann aber sofort in den Garten zu Monica, John und Scully an den Tisch rannte.
    „Hallo, William!“ rief Monica und umarmte den Jungen herzlich, während Scully aufgestanden war und ihm das Brot abgenommen hatte.
    John kam ebenfalls auf ihn zu und begrüßte ihn, dann schaute er zur Auffahrt zurück.
    „Das nenn ich mal ein tolles Bild! So könnte man den Assistant-Direktor des FBIs öfters sehen!“ rief er und Scully und Monica konnten sich ein Lachen nicht verkneifen.
    Mulder betrat mit einem breiten Grinsen auf den Lippen den Garten. Er trug eine helle ausgewaschene Jeans, ein einfaches schwarzes T-Shirt und seine schwarze Sonnenbrille. Seine Haare hingen ihm etwas durcheinander ins Gesicht. In einer Hand hielt er zwei voll beladene Tüten und in der anderen… einen rosafarbenen, flauschigen Teddybär.
    „Im Moment ist der Assistant-Direktor im Urlaub, John“, konterte Mulder. „Außerdem… wolltest du nicht eigentlich noch mit unserem neuen Auto eine Probefahrt machen?“ Mulder stellte die beiden Taschen neben dem Tisch ab.
    „Der Teddy ist wirklich richtig süß, Mulder!“ sagte John schnell und alle mussten noch mehr lachen.
    „Möchtest du ihn haben? Macht sich sicherlich gut auf eurem Schreibtisch“, witzelte Mulder, ging zu Scully, küsste sie und gab ihr den Teddy.
    „Du sollst doch nicht so viel kaufen, Mulder“, tadelte sie ihn. Allerdings war Mulder das verschmitzte Grinsen auf ihren Lippen nicht entgangen… und auch nicht, dass sie den weichen Bär liebevoll in den Arm nahm. Er gefiel ihr offensichtlich.
    Mulder zuckte nur unschuldig mit den Schultern.
    „William hat auch gemeint, dass er schön ist.“
    „Genau!“ stimmte William lauthals seinem Vater bei. „Einen Teddy haben wir außerdem noch nicht.“
    Scully lachte und wuschelte William durch seine braunen Haare.
    „Vielleicht keinen rosafarbenen in der Größe…“ Dann wandte sie sich an Mulder. „Ich bring das Fleisch noch solange in die Küche, bis ihr den Grill angemacht habt.“ Ihre Hand ging schon zum Griff der Tasche, doch Mulder kam ihn zuvor.
    „Ich trag die Taschen rein.“
    „Aber die sind doch überhaupt nicht schwer. Ich kann doch…“, begann Scully, doch Mulder machte ein sehr ernstes Gesicht, das Scully nur zu gut kannte… und sie schwieg. Während sie hinter Mulder herlief, warf sie Monica einen mehrdeutigen Blick zu, die ihr nur lächelnd zuzwinkerte.
    „Monica?“ William stand am Tisch und schenkte sich ein Glas Wasser ein. Dabei hielt er eine Salzstange in der Hand.
    „Ja?“
    „Darf ich euch mal wieder beim FBI besuchen?“
    „Natürlich. Du musst nur vorher anrufen, ob wir auch da sind. Nicht, dass wir gerade unterwegs sind.“
    „Klar“, nickte William. „John wollte mir nämlich zeigen, wie man Fingerabdrücke nimmt.“
    John lachte.
    „Das habe ich das letzte Mal total vergessen. Tut mir Leid, William.“ Zu Monica gewandt erklärte er: „Ich habe William versprochen, ein Fahndungsfoto samt Fingerabdrücken von ihm zu erstellen.“
    „So wie es bei den geführten Touren gemacht wird?“
    William drehte sich zu John und Monica um, biss in die Salzstange und grinste breit… ein typisches Mulder-Grinsen.
    „Genau. Ich brauche das für die Schule. Ich habe Dad schon gesagt, dass du das mit mir machst. Wir haben nämlich in zwei Wochen den Berufetag. Jeder muss jemanden mitbringen, der von seiner Arbeit erzählt. Entweder seine Mum oder seinen Dad.“
    „Und da geht sicherlich dein Dad mit, richtig?“ vermutete Monica und William nickte stolz.
    „Ja. Obwohl ich am Anfang auch Mum mitnehmen wollte. Schließlich ist sie Ärztin und könnte auch viel über das forensische Labor erzählen.“ Er atmete schwer aus. „Aber jeder darf nur eine Person mitnehmen. Und Jennys Dad ist auch Arzt und ihre Mum arbeitet nicht.“ Er kniff seine Augen zusammen und legte nachdenklich den Kopf zur Seite. „Mum hat gesagt, dass es okay ist, wenn Dad mitgeht. Sie ist deshalb nicht traurig.“
    „Das glaube ich auch nicht“, lächelte Monica. „Und vielleicht gibt es noch mal einen Berufetag. Dann kann sie ja von ihrem Beruf erzählen.“
    William nickte sofort und der betrübte Ausdruck in seinem Gesicht verschwand.
    „Genau! Ich werde Mrs. Maison fragen, ob wir das machen können. Dann kann Mum von ihrer Arbeit im forensischen Labor erzählen. Schließlich ist sie ja die Chefin dort.“
    Plötzlich kam Buma auf ihn zu gerannt und ließ aus seinem Maul einen weichen bunten Ball vor seine Füße fallen.
    „Ich glaube, da will jemand mit dir spielen“, sagte John. William hatte bereits nach dem Ball gegriffen und Buma sprang aufgeregt um ihn herum.
    „Komm Buma!“ rief er und rannte über die Wiese… und der Hund folgte ihm.
    Monica und John sahen ihm nach.
    „So ein lieber Junge“, seufzte Monica und John nickte.
    „Ja… Kannst du dir vorstellen, dass er mir richtig fehlt, wenn ich ihn eine Weile nicht sehe?“
    Monica lächelte.
    „Mir geht es genauso. Zum Glück stehen ihm ja auch beim FBI alle Türen offen, sodass er uns immer besuchen kommen kann.“
    John schmunzelte.
    „Sogar die Bürotür unseres FBI-Direktors Skinner.“
    Sie hörten Schritte und Stimmen hinter sich. Scully und Mulder waren gerade aus dem Haus gekommen.
    „Kannst du das am Montag noch machen?“ fragte Mulder und fuhr sich mit der Hand über den Nacken. Eine deutliche Geste, dass es ihm unangenehm war, Scully darum zu bitten.
    „Ja…“, sagte Scully gedehnt. „Ich muss allerdings vorher noch den Autopsiebericht zu dem erschossenen jungen Mann fertig stellen. James ist gestern zum Glück noch mit den Untersuchungen fertig geworden. Und am Montag früh liegen die toxikologischen Testergebnisse bei mir auf dem Schreibtisch. Mike und Luke arbeiten extra heute, um die Auswertungen rechtzeitig fertigzubekommen. Da kann ich das nicht hinten anstellen.“
    „Verstehe…“
    „Aber keine Sorge, Mulder. Das Screening mache ich für dich am Montag. Wenn man fast nur noch Schreibtischarbeit machen darf, hat man…“
    „Hat hier vorhin nicht jemand was von einem freien Wochenende gesagt?“ scherzte John. Mulder nahm seine Sonnenbrille ab und legte einen Arm um Scullys Schultern.
    „Naja…“, schmunzelte er. „Wenn man was mit seiner Partnerin anfängt, dann ist die Arbeit einfach doch immer mit dabei. Das kann man nicht verhindern. Aber…“ Er deutete beschwörend mit seiner Brille auf John. „… es ist meistens von Vorteil.“
    Scullys Augenbraue wanderte nach oben.
    „Meistens?“
    Mulder grinste, machte einen Schritt hinter sie, legte seine Arme um sie und gab ihr einen versöhnlichen Kuss auf die Wange.
    „Immer natürlich.“
    John verschränkte die Arme.
    „Du kannst dich zumindest nicht beschweren, dass du lange auf Ergebnisse aus dem forensischen Labor warten musst. Und sogar die Leiterin persönlich nimmt sich deiner Sachen an. Das kann kein anderer Agent von sich behaupten.“
    „So sollte es ja auch sein“, erwiderte Mulder spitzbübisch. „Schließlich bin ich ja auch nicht nur ein einfacher Agent, sondern der Assistant-Direktor.“ Daraufhin erhielt er von Scullys Ellenbogen einen eindeutigen Stoß in die Seite. „Okay“, lachte er. „Vielleicht hat es aber auch damit zu tun, dass ich mit der Chefin des Labors verheiratet bin.“
    Williams lautes Rufen unterbrach die spaßige Unterhaltung.
    „Wann gibt es denn Essen?!“ Monica und John drehten sich zu ihm um. Er stand zusammen mit Buma neben dem Grill und beäugte ihn kritisch. „Da ist ja noch nicht einmal Kohle drin!“
    „Dann sollten wir das aber schleunigst ändern“, lachte John und lief mit Monica zu William.
    Scully schmunzelte.
    „Dein Sohn hat Hunger, Mulder.“
    Mulder beugte sich nach unten und flüsterte in ihr Ohr.
    „Hast du seinen Blick gerade gesehen? Diese kritisch hochgezogene Augenbraue? Er ist eindeutig dein Sohn.“
    „Er hat aber deine Haare und… deine Nase“, erwiderte Scully leise.
    „Aber deine wunderschönen blauen Augen.“
    Scully lehnte glücklich lächelnd ihren Kopf zurück an Mulders Brust und er verstärkte den Griff um sie.
    „Und deinen Mund. Er kaut übrigens genauso wie du auf seiner Unterlippe, wenn er über irgendetwas grübelt.“
    „Er hat aber deine Geduld, Dana.“
    „Und deine Hartnäckigkeit – aber auch deine Sturheit.“
    „Deine Intelligenz.“
    Ein sanftes Lächeln huschte über Scullys Lippen.
    „Und deine Intelligenz.“
    Beide sahen zu William, der immer noch abwartend dastand.
    Dann neigte er den Kopf zur Seite und lachte seine Eltern an.
    „Und er hat dein Lachen“, kam es von Mulder und Scully gleichzeitig und beide mussten grinsen.
    Dann atmete Mulder tief aus.
    „Dana?“
    „Mmhh..?“ Sie drehte sich um und sah zu ihm auf.
    „Danke.“
    „Danke? Für was?“
    Mulder schob ihr eine Haarsträhne hinters Ohr, ohne den Blick von ihr abzuwenden.
    „Die Wahrheit, die ich immer gesucht habe…“, begann er sanft. „… ist nicht irgendwo da draußen.“ Er fuhr ihr über die Wange. „Sie ist hier… bei uns. Bei uns drei…“ Er lächelte. „Oder bald vier. Durch dich habe ich das erkannt.“
    Scully schenkte ihm daraufhin ihr liebevollstes Lächeln.
    „Und durch dich habe ich gelernt, dass es immer Hoffnung gibt. Auch wenn es noch so aussichtslos erscheint. Und dass es, trotz all der Wissenschaft auf dieser Welt, doch auch Wunder gibt, an die es zu glauben lohnt.“
    Einen Moment sahen sie sich in die Augen.
    Ein Blick, so voller Zuneigung und Liebe...
    Ein Blick, der mehr aussagte als tausend Worte.
    Dann beugte sich Mulder zu ihr hinunter und ihre Lippen verschmolzen zu einem langen und innigen Kuss.
    Danach lehnte Mulder seine Stirn und Scullys - die für sie beide so typische und tief verbundene Geste.
    „Ich liebe dich, Scully“, flüsterte Mulder, ohne die Augen zu öffnen.
    „Ich liebe dich, Mulder“, erwiderte Scully ebenso gefühlvoll.
    Sie genossen das ruhige Beisammensein - bis plötzlich…
    „Mum! Dad! Kommt ihr endlich?!“
    William klapperte ungeduldig mit der Grillzange.
    Mulder und Scully sahen sich an… und lachten.


    - THE END -
    2. November 2013 15:02:44 CET
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  • 5
    Aurora vielen, vielen Dank für Deine wunderbare Geschichte… diese Story ist einfach XF3.
    2. November 2013 18:14:46 CET
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  • Ich kann mich nur allen anschließen und ebenfalls DANKE sagen. DANKE für dieses absolute Meisterwerk!! :D :D Ich schließe mich Gibson an diese Story ist XF3!!!!!!!!!!!!!!
    2. November 2013 23:49:59 CET
    0
  • Ich sage nur eins.........lass es ins englische übersetzen und schick es anschließend an FOX! Und dann bekommen wir unseren XF3. Großartig!!!!
    ...so that´s it
    3. November 2013 16:34:29 CET
    0
  • 262
    Ich Reihe mich hier in die Danksagungen mit ein und kann nur noch hinzufügen, dass ist unser 3. Film! Den würde ich sofort so kaufen, du hast wirklich ganz großes Talent. Danke für die schönen leseStunden :-D
    3. November 2013 22:56:49 CET
    0
  • Aurora,

    auch ich sage noch einmal D A N K E für diese umwerfende Geschichte. Es war spannend, es war traurig, es war schön. Vor allem dass Du Mulder und Scully ein so schönes "Ende" beschert hast. Glücklicher könnten sie nicht mehr werden!

    Ich bin geneigt, jetzt einen Akte X Marathon zu starten, alle Folgen und Filme zu gucken und zum krönenden Abschluss Deine Geschichte noch einmal zu lesen :D

    Und wegen der englischen Übersetzung: melde Dich einfach, falls Du das machen möchtest! Ich helfe/übersetze gerne!
    4. November 2013 19:09:31 CET
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  • Hallo aurora.
    Ich habe vor einigen Wochen deine FF regelrecht verschlungen! :) Die Geschichte hat mich überzeugt (die veränderte DNA von M&S diese Wirkung auf William hatten) und während des Rewatch (das parallel lief) auf das ein oder andere aufmerksam gemacht . Vielen Dank und gern mehr davon. :)
    Die aktuellen Spoiler gleichen ein paar Details aus deiner FF. *g* Die mögliche Hochzeit, der Ring an der Halskette.... mal sehen wieviel davon sich CC noch abgeschaut hat. ;)

    Kreativität fängt da an, wo der Verstand aufhört das Denken zu behindern.
    Dieser Beitrag wurde editiert von williamsbabylöckchen am 20. Oktober 2015 14:45:42 CEST
    20. Oktober 2015 14:41:32 CEST
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  • Danke für dein tolles Feedback, williamsbabylöckchen!! Es freut mich sehr, zu sehen, dass die FF immer noch gelesen wird, obwohl sie ja schon älter ist :-)

    Damals habe ich mich wirklich sehr lange und intensiv mit der ganzen Mythologie auseinandergesetzt (obwohl ich eigentlich lieber die MOTW-Folgen schaue). Aber für einen Abschluss musste natürlich die Mythologie zum Thema gemacht werden.

    Dass jetzt die Möglichkeit besteht, dass einiges davon sogar zutreffen könnte, ist natürlich genial!! Und wenn es nur der Ehering an der Kette und die (zunächst geheime) Hochzeit der beiden wäre ;-) Das waren und sind heute noch meine Magic Moments als eingefleischter Shipper ;)

    21. Oktober 2015 11:07:56 CEST
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  • So, nun bin ich fertig mit deiner FF (Danke, dass du so schnell den fehlenden Teil gestern nochmals gepostethast :-) ) ich muss sagen, ich bin total geflashed!! Du solltest wirklich das Schreiben zu deinem Beruf machen!!! Das ist sooo eine schöne, traurige, romantische,... FF!! 

    Wie gerne hätte ich diese verfilmt gesehen und nicht die neuen 6 Folgen ;-) 

    ich finde du hast so authentisch geschrieben, ich werde jetzt sicher immer deine Geschichte unbewusst mit CC's Geschichte vermischen!!! 

    Es war wirklich perfekt!! Danke für diesen schönen geistigen Ausflug zu Mulder und Scully so wie ich es mir gewünscht hätte!! :-)
    22. April 2016 12:10:21 CEST
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