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Stuttgart - Die Internetseite Movieweb führte im September 2005 ein Interview mit dem Millennium-Star Lance Henriksen.
Hier der übersetzte Artikel:
....Der Schauspieler gibt uns einen Einblick in „Frank Black“, Chris Carter, „Bishop“ und noch mehr...
Heute hatte „Movieweb“ die Chance, sich mit dem aus Film- und Fernsehen bekannten Star Lance Henriksen zu treffen. Seine vom einflussreichen Chris Carter (Akte X) erfundene TV-Show, Millennium, erschien am 06. September 2005 in den DVD-Regalen und Lance war so großzügig sich hinzusetzen und mit uns nicht nur über die Show, sondern auch über seine Beziehung zu Chris Carter, seine Rolle als Bishop in den „Alien“-Filmen und darüber zu sprechen, wie es ist in solchen Filmen wie „Network“ und „Close Encounters of the third kind“ zu arbeiten war.
Während des Interviews war Henriksen vergnügt, voller Insider-Wissen und begierig darauf jede Frage zu beantworten die wir ihm stellten. Zusammenfassend: ein fantastisches Interview.
Welche Vorbereitungen hast du getroffen um den Charakter des Frank Black darzustellen? Lance Henriksen: Ich habe viele Bücher gelesen, die direkt vom FBI handelten und in denen Fallstudien dargestellt wurden, die wirklich ziemlich beängstigend waren. Weil es wirkliche Fälle waren. Dann habe ich Bücher gelesen, die von ehemaligen Agenten nach ihrer Karriere beim FBI geschrieben wurden. Als Schauspieler sammelst du so viele verschiedene Details wie möglich und ich habe diesen Mann niemals als einen Menschen mit übernatürlichen Kräften gesehen. Tatsächlich traf ich mich mit einigen Jungs aus Manassas, Virginia, die Teil dieser Akademischen Gruppe waren. Ich habe mich mit ihnen getroffen und eines was sie mir nach der Ausstrahlung der ersten Staffel sagten war: wir wünschten wir hätten diese Art Fähigkeiten.
In der Lage zu sein einen Türgriff zu berühren und einen Flash dessen zu sehen was kommen würde. Das ist es, nicht einen wie auch immer gearteten Menschen zu spielen der übernatürliche Fähigkeiten hat, er war für mich eher wie ein brillanter Schachspieler. Wo alle Teile einzelne Punkte sind und er war in der Lage, diese zusammenzusetzen wie es auch ein Schachspieler tun würde; gegenteilig zu einem Menschen mit übernatürlichen Kräften.
Dann würdest du sagen dass du versuchst so viele Schritte als möglich vorauszudenken vor demjenigen hinter dem du her warst? Lance Henriksen: Absolut, absolut. Weißt du, als die Jahre nach Millennium vergingen hast du realisiert dass es seiner Zeit voraus war in vielerlei Hinsicht. Es wurde eine Art Vorreiter für eine Reihe anderer Dinge. Weißt du was ich meine? Das, was seitdem im Fernsehen lief.
Oh, definitiv. Wenn ich mir die DVD`s der Show anschaue, dachte ich dass man eine Menge in dieser Show sieht was tonlich und stilistisch auch in heutigen Sendungen Anwendung findet. Lance Henriksen: Absolut. Weißt du, Chris Carter und seine Schreiber, das sage ich dir, diese Jungs waren brillant. Für mich war es wirklich hart an sie heranzukommen, in dem Maße dass ich all diese unglaublichen Ideen absorbieren wollte. Weißt du was ich meine ? Da ist ein Team aus vielleicht 6 oder 8 Schreibern, alle sehr talentiert und gut, und sie feuerten diese Scripts auf mich, und Junge, ich sage dir, es war hart all das zu absorbieren. Sie waren alle so begabt.
Das ist ein weiterer Punkt der mir durch den Kopf ging während ich die DVD`s anschaute, es passierte eine Menge während jeder Episode und nichts was passierte war unwichtig. Jede Episode war ihre eigene kleine Kapsel der sehr interessanten Dinge und Ereignisse, die passierten. Es ist so interessant dies immer wieder und Woche für Woche tun zu können. Lance Henriksen: Oh ja, es war wild. Weißt du, als die Show vorbei war lehnte ich mich irgendwann zurück und dachte: wir haben 12 Filme in einem Jahr gemacht. Jedes Script hatte 46 bis 48 Seiten und wenn du all dies nach einem Jahr zusammenrechnest, wo wir 23 Shows pro Jahr gemacht haben, hast du 12 Filme gedreht..
Das war eine achtbare Leistung an Arbeit sowohl für die Jungs als auch für mich. An der Show mitzuwirken hat mit Sicherheit mein Leben verändert, weil du einfach soviel zu absorbieren hattest. Es war großartig dies als Schauspieler versuchen zu können.Was war da an deinem Charakter Frank Black das dich veranlasst hat, die Rolle anzunehmen? Lance Henriksen: Anfänglich, als ich mich mit Chris Carter traf, gab mir mein Agent das Script und sagte mir nicht ob es für ein Feature oder fürs Fernsehen war.
Tatsächlich ? Lance Henriksen: Sie haben nur gesagt:“ ich will, dass du das liest“. Und als ich es gelesen hatte, dachte ich dass es so gut geschrieben war, es war Chris Carter’s Pilot Script und ich dachte: „Mann, ist das ein gutes Script.“ Es war so dunkel dass ich dachte „Wo ist das Licht? Was ist das Licht?“ Und dann traf ich mich zum Lunch mit Chris Carter und er erklärte mir, was er dachte das Frank Black war. Das das gelbe Haus die Familie und das Licht repräsentiere. Du weißt, dieses kleine Mädchen, Brittany Tiplady, die meine Tochter war, sie war das Licht. Meine Frau... diese Dinge waren das Licht und da ging mir wiederum ein Licht auf. Ich verstand es, aber ich sage dir, es war dennoch manchmal wie ein Einblick in die Hölle.
Es ist interessant, dass du dies wegen deiner Tochter sagst... das ist es was dich antrieb. Lance Henriksen: Ja, absolut, und ich brauchte das um an mich selbst zu glauben, durch die Staffeln hinweg. Das Mädchen war das wundervollste Kind. Und ich habe selbst eines. Ich bin verheiratet, habe ein 5-einhalb Jahre altes Kind. Und das Gefühl von „da ist eine Oase der Ruhe in einer total verrückten Welt“ war ein wirklich brillanter Schachzug von Chris Carter.
Gibt es eine Rolle die du gespielt hast auf die du am meisten stolz bist? Lance Henriksen: Ich bin nicht egoistisch wenn ich sage das es da mehrere gibt. Weißt du, ich habe fast 100 Filme gemacht und da gab es einige Rollen die mich zum Teil tief berührt haben und ich liebte es aus verschiedenen Gründen, diese zu spielen. Ich nenne Powder als einen meiner favorisierten Charaktere die ich jemals spielte. Und in dem Film „Near Dark“ liebte ich es, Jesse Hooker zu spielen, aus anderen Gründen. Und natürlich „Aliens“, wo ich Bishop spielte, das war bahnbrechend für mich. Aber wie gesagt, aus verschiedenen Gründen. Das ironische daran ist, dass jedes Mal wenn ich anfange eine Rolle zu spielen, gehe ich zurück an den Nullpunkt, jedes Mal wenn ich den Job annehme. Und ich weiss nicht wie das Abenteuer werden wird. Ich weiss nicht wie es gehen wird, aber ich war bereit es zu tun. Wenn du an den Nullpunkt zurückgehst, eines der Dinge die dann passieren ist, dass du jedes Mal eine provisorische neue Erfahrung machst.
Wie war es, wie in „Alien vs. Predator“, diesen Charakter wieder zu spielen? Lance Henriksen: Ich dachte dass es eine großartige Idee war. Paul Anderson rief mich an, ich glaube ich war der erste Cast für den Film, und er sagte: „Ich habe diese Idee...“. Und wir gingen essen. Ich liebe es, mit Regisseuren essen zu gehen weil es „deine Zeit“ ist, du kannst in deren Kopf sehen und herausfinden wie sie wirklich ticken. Er sagte:“ Eines der Dinge die wir tun können, ist ihn so zu schaffen wie den Mann nachdem sie später Bishop kreierten.. als eine Hommage an ihn.“ Und ich sagte:“ Das ist genial, aber wir leben in einer Welt in der jeder der ein Billionär ist, als schlecht abgestempelt wird.“
Jedem Demokrat mit dem ich redete, sagte ich:“ Ich spiele einen Billionär und sie sagten „Oh, ein schlechter Mensch, was?““
Natürlich war er das nicht. Er war nur ein Mann der stirbt und er tat die letzte anständige Sache die er konnte. Und so war da ein Element an Tribut das ich mochte. Das ist ein Wunder, weißt du. Ich dachte dass Bishop in zwei Teile geteilt wurde und seitdem fort ist.
Ich dachte dasselbe! Lance Henriksen: Ich würde gerne noch einen machen, so: wer weiss was die Schreiber um 4 Uhr morgens tun werden...
Zuletzt, wenn du Filme wie „Alien“ oder „Network“ oder „Dog Day Afternoon“, „Close encounters of the Third Kind“ machst, weißt du dann dass du an etwas besonderem teil hast ? Wie ist es, an Filmen wie diesen zu arbeiten? Lance Henriksen: Das ist eine sehr gute Frage. Ist es wirklich, weil ich schon so lange auf verschiedensten Sets bin und eines der Dinge die passieren, wenn ein Film eine eigene Art von Kraft entwickelt, ist dass sogar ganz ab dessen was der Regisseur tut, du ein Gespür dafür bekommst. Jeder am Set wird davon angesteckt. Auch wenn man nicht genau weiss, warum. Und dann erzählt die Geschichte den Rest. Egal, ob der Film ein Hit wird oder nicht. Film ist wie spielen, sagt man. Aber in Wirklichkeit ist da soviel Anstrengung die man hinein steckt, der spielerische Effekt daran ist einfach wie du diese wieder verdienst. Wenn du am Set bist wirst du davon angesteckt. Und ich wurde ein paar mal angesteckt und weiss es wirklich... als ich am Set von „Aliens“ war wusste ich dass das gut werden würde. Ich wusste es absolut, ich sah was Jim tat und es war einfach eine Freude dabei zu sein. Weißt du, du wirst einfach angesteckt und du weißt es. Die ganz Crew weiss es. Ich habe kürzlich ein paar Dinge getan, Filme gemacht, auf die ich wirklich stolz bin. Einer heisst „Bone Dry“, ein Film den wir im Death Valley mitten in der Sommerhitze bei über 130 Grad Fahrenheit gedreht haben.
Am 6., am selben Tag wo dieser Film herauskommt, zeigen sie auch „A Message from Falludjah“, ein Kurzfilm den ich in Australien drehte. Demnach habe ich derzeit eine wirklich gute Zeit. Quelle: Ingfield2000 für xfiles-mania.de / movieweb.com |