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Stuttgart - In der vergangenen Woche brachten wir den ersten Teil des "Hollywood Insider" Monster Interviews mit Frank Spotnitz.
>> Den ersten Teil verpasst ? Hier gehts zu Teil 1
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EM: Ich hatte bei einigen Stellen in der Pilotfolge das Gefühl, besonderes in der Szene im Zeitungsbüro, dass mit der Beleuchtung gespielt wurde. FS: Wir haben die Brandneuen Kameras die Panavision mit Sony gebaut haben. Sie nennen sich Genesis Cameras und sind die besten hoch auflösenden Kameras auf der Welt. Brandneu. Wir sind die ersten, die sie benutzen.
Wenn man Perri Reed an ihrem Schreibtisch sieht, kann man hinter ihr die gestapelten Akten sehen. Sie benötigen wenig Licht – manchmal braucht man gar kein extra Licht – nur das normale Tageslicht. Das macht die Kameras für diese Show so aufregend. Ich meine, es ist der Night Stalker. Wenn wir nun in der Nacht drehen, sieht man die Welt aus einem ganz anderen Blickwinkel als vorher.
Filme benötigen Licht – man muss extra Licht erzeugen – es verschwindet davon viel in der Dunkelheit, wenn man in einer Stadt bei Nacht dreht. Der Himmel wird total schwarz; die weiter entfernten Straßen werden total schwarz. Hier sieht man LA auf eine Weise, wie man es nie zuvor gesehen hat.
EM: An den Tageslichtstellen war es etwas seltsam. Bei Nacht ist da natürlich eine bestimmte Stimmung, aber während des Tages muss man balancieren zwischen „Hey, hier ist das sonnige Los Angeles“ und „Hier gibt es Monster!“. Diese neuen Kameras scheinen dazu fähig zu sein das auch mit etwas größerer Einfachheit hinzukriegen. FS: Ja, das glaube ich auch. Und ich denke, dass es auch daran liegt, dass die Kameras so viele Details aufzeichnen, man sieht so weit in den Fernseher hinein, dass man das Gefühl hat, man sei in der echten Welt. Das war ein Teil unseres Vorgehens am Piloten und es wird auch in der Serie so sein. Wir haben an echten Orten gedreht, wann immer es möglich war, weil es einen unterschwelligen Eindruck vermittelt, dass das wirklich auf der Welt in der du lebst passiert. Man ist auf keiner Bühne, man ist auf keinem Set.
EM: Als ich den Piloten sah dachte ich, ich würde es mit meinen eigenen Augen sehen. Filme geben einem normalerweise nicht diese Bildtiefe. FS: Das ist wahr. Wir konnten die Genesis Kameras nicht jeden Tag benutzen, obwohl wir das bei der Serie vorhaben, aber zu dem Zeitpunkt waren einfach nicht genügend da. Sie können eigentlich mehr als das menschliche Auge sehen, falls man sich das vorstellen kann.
EM: Was mir noch aufgefallen ist…Bei Akte X gab es eine Mischung aus Stand Alone oder MotW Folgen oder Mythologie Folgen genannt. Bei „The Night Stalker“ scheint es auch so in die Richtung gehen zu können, weil auf Grund seiner einzigartigen Situation, wo er nicht weiß welche Dinge in das Muster passen, wonach er sucht…du könntest Stand Alone Folgen haben, die zu Mythologie Folgen werden könnten und umgekehrt. FS: Da liegst du vollkommen richtig. Das ist genau der Plan. (lacht)[…] Um nicht irgendetwas im Vorraus zu verraten, ich kann dir sagen, dass dies Teil der Mythologie ist…er weiß nichts…alles das, was wir bei Akte X Stand Alone Episoden nennen würden, sind in Wirklichkeit mit der Mythologie verbunden. Auf eine Weise, die er noch nicht versteht. Die große Idee, die Thematik der Sendung – und darum bin ich so begeistert davon, ist die über das Gute und das Böse. Es ist eines der ältesten Themen auf der Welt, aber immer noch eines der wichtigsten, denke ich.
Die Idee der Serie ist, dass das Böse stärker zu sein scheint als das Gute. Das Böse hat das Übernatürliche - das Gute nicht. Das Gute hat nur die Menschen, warum kann also das Gute über das Böse siegen, wenn das Böse so mächtig ist. Und trotzdem denke ich, dass das Gute siegen kann – und wird. Darum geht es in der Sendung, das ist es worüber es in der Mythologie geht.EM: Du hast dir offensichtlich viele Gedanken über alle Aspekte der Serie gemacht… FS: Ich habe allein 6 Monate gebraucht, bis ich das Skript für den Piloten geschrieben habe – nur darüber nachgedacht. Es war nicht einfach, kann ich dir sagen. Ich bekam den Anruf „Wärst du darin interessiert?“ - und da ich seit meiner Kindheit ein Fan war, war ich es sehr. Es war nicht leicht – wie man sieht ist es ganz anders, als das original war. Ich habe viel Zeit damit verbracht darüber nachzudenken was ich an dem Original liebte; was lief und was nicht lief; wie ich etwas Neues machen könnte.
Es würde auch für mich etwas Neues sein. Wie du sicher weißt war Akte X teilweise von „The Night Stalker“ inspiriert worden und ich wollte es auch nicht einfach abtun und weiter 8 Jahre lang Akte X machen. Ich liebe das Genre; Ich liebe diese Art von Geschichten, aber ich wollte einen neuen Charakter finden, neuen thematischen Boden.
EM: Wo wir grad bei neuen Charakteren sind, im Original benutze Kolchak seinen weltmüden Charme um Einfluss auf Hilfsbedürftige zu haben, normalerweise gut aussehenden Frauen, aber dieser Kolchak hat Unterstützung. Das ist etwas anderes… FS: Das ist es, aber wie du weißt, wenn man auf die andere TV Serie schaut, von der diese kein Remake ist, waren dort auch andere Leute um Kolchak herum. Andere Reporter, die Frau, die die Ratgeberkolumne schrieb…
EM: Ron Uptight! [Gelächter] FS: Genau. Es war eine Serie, also brauchte man andere Leute. Im Film ist das etwas anderes, aber in einer Serie machen andere Leute mehr Sinn, da es eine fortlaufende Handlung gibt.
Die Reed/Kolchak Dynamik hat sicherlich die Gläubiger/Skeptiker, Mulder/Scully Taktik, aber auch die Woodward/Bernstein Sache. Er ist mehr der Bernstein/Dustin Hoffman: macht Sprünge, ist unbekümmert, manipuliert. Reed ist die ehrliche Sucherin.
EM: Es macht den Eindruck, als ob Reed Kolchak unterstützt aber auch prüft. FS: Genau richtig – und sie ist ihm gleichauf. Er hat den Vorteil, dass er bereit ist dieses Zeug zu glauben, aber sie ist ein genauso guter Reporter wie er –wenn auch auf eine andere Art. […]
Den abschließenden dritten Teil findet ihr in der kommenden Woche auf unserer Seite ! Quelle: MissSpooky999 für xfiles-mania.de / Hollywood Insider |