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  Duchovny Interview - Sunday Herald (06/04)
 

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Datum: 23.06.2004 | Kategorie: Interviews
Redakteur: elacqua
 
Duchovny Interview - Sunday Herald (06/04)
Stuttgart - Während einer kurzen Promotion Tour zu "Connie and Carla" in London, brachte die "Sunday Herald" ein Interview mit David Duchovny am 10. Juni 2004 heraus.

Hier der übersetze Artikel: (Verfasser: Andy Dougan)

Er spielt den Hetero – Es mag ja eine schwule Komödie sein, aber David Duchovny ist zweifellos einer der Jungs.

David Duchovny ist für einen Moment überrascht. Sein sympathisches Lächeln ist nur ein wenig starrer, als er eine Idee abwägt, die ihm zuvor noch nicht in den Sinn gekommen war.

Ich habe gerade angedeutet, dass er in seinem neuen Film „Connie und Carla“ zwar der Finanzanalytiker Jeff zu sein scheint, aber eigentlich Marilyn Monroe ist.

Der Film ist sehr stark von „Manche mögen’s heiß“ beeinflusst, in dem sich die Zeugen eines Mordes, Jack Lemmon und Tony Curtis, ausstaffieren, um sich einer Frauen-Jazz-Band anzuschließen, und die sich in die aufreizende Sängerin Sugar Kane verknallen, die von Monroe gespielt wird. In „Connie und Carla“ sind Nia Vardalos und Toni Collette die Mordzeuginnen, die sich in einer Drag-Show verstecken. Sie spielen Frauen, die Männer spielen, die Frauen spielen, und Duchovny ist der gutaussehende Typ, in den sich Vardalos verknallt.

Daher ist seine die Marilyn-Rolle.

„Sie haben Recht.“ sagt er lächelnd. „Darüber hatte ich bisher noch nicht nachgedacht. Aber ich bin der naive Verwirrte in dieser seltsamen Welt. Ich bin irgendwie die Augen und Ohren des Publikums.“

Duchovnys Charakter versucht, eine Beziehung mit seinem Drag-Queen-Bruder wieder herzustellen, der einer von Vardalos’ neuen besten Freunden geworden ist. Das bedeutet, dass er kein Kleid tragen wird, was etwas ist, das er schon einmal in der Kult-Serie „Twin Peaks“ getan hat.

Er hat gelernt, mit dem Verlust zu leben.

„Ich wollte niemanden verunsichern,“ sagt er trocken.

„Ich habe es vermisst,“ bemerkt er nur halb im Scherz. „weil es sehr viel Spaß gemacht hat, die Rolle zu spielen, aber die Sache ist die, dass mein Charakter die Augen des Publikums darstellt. Wenn ich zu leicht bei diesem ganzen Spaß mitmache, würde es das Vertrauen zerstören, das wir den ganzen Film hindurch aufgebaut haben – also durfte ich mich nicht auftakeln.“

Der 43-jährige Schauspieler meint auch, dass er auch nicht singen durfte, wofür, wie er betont, wir alle dankbar sein sollten.

„Ich singe privat,“ sagt er. „Es muss privat sein, weil jeder verschwindet, sobald ich anfange zu singen.“

Duchovny entspannt sich in einer Londoner Hotel-Suite am Ende eines Tages voll von Interviews und Publicity-Arbeit für „Connie und Carla“, welcher am 14. Juni in Glasgow Premiere hatte. Als er es sich auf dem Sofa bequem macht, ist er in einer mitteilsamen Stimmung.

In letzter Zeit war er nicht oft auf dem Bildschirm zu sehen, obwohl sein Name durch Akte X international bekannt ist. Es sind jetzt fast drei Jahre seit seiner letzten Hauptrolle vergangen, im enttäuschenden Film „Evolution“. Seitdem hat er nur noch einen Cameo-Auftritt in „Zoolander“ und eine kleine Rolle in Steven Soderberghs „Full Frontal“ gehabt.

Nicht, dass er arbeiten müsste. Sieben Staffeln von „Akte X“ haben ihn finanziell abgesichert – „Ich bin für den Rest meines Lebens versorgt“ bemerkte er einmal, vielleicht unbedacht – aber das bedeutet nicht, dass er sich zurücklehnen und gar nichts tun wird.

„Ich weiß nicht, wie ich die Dinge auswähle, die ich mache,“ sagt er nachdenklich. „Eine Sendung wie „Akte X“ gibt einem Sicherheit, aber man kann dadurch auch eine Menge verpassen.“

Er betont jedoch, dass Filme wie „Connie und Carla“ nicht als Versuch angesehen werden sollten, einen Schlussstrich unter seine Rolle als Fox Mulder zu ziehen. „Es liegt nicht bei mir, eine Linie zu ziehen,“ sagt er vernünftig. „Ich habe diese Linie gezogen, als die Serie endete. Es waren acht oder neun großartige Jahre meines Lebens, und nun gibt es andere Dinge, die ich gern machen möchte.“

„Ich gebe auch zu, dass es nicht Vergangenheit ist, durch die Art, wie die Menschen auf mich reagieren,“ räumt er ein.

Er betont, dass, wenn man Fox Mulder all diese Jahre spielt, es viel Arbeit gibt, die einem nicht angeboten wird. Immerhin gibt er zu, dass er manchmal tatsächlich ein wenig zu versessen aufs Arbeiten sein könnte. „Meine Frau findet immer einen Grund, fast alles abzulehnen. Ich, andererseits, kann Gründe finden, um zu fast allem Ja zu sagen,“ meint er lächelnd.

In den letzten beiden Jahren hat David Duchovny nicht sehr viel getan, was ihn einen Gehaltscheck mit nach Hause bringen ließ, weil er mit seinem Regie-Debüt, „The House Of D“, beschäftigt war.

Der Film entstand zufällig, erklärt er. Er wollte eigentlich bei etwas anderem Regie führen, und während sich dieses Projekt in der Entwicklungsphase befand, begann er einen anderen Film zu schreiben, der sich als „The House Of D“ herausstellte.

„Es war unheimlich,“ erinnert er sich. „Es kam fast vollständig fertig heraus. Ich schrieb es im Handumdrehen.“

Der Film spielt in den 70er Jahren und ist die Geschichte einer Beziehung zwischen einem kleinen Jungen, Tommy, und seinem besten Freund, einem 40-jährigen geistig behinderten Schul-Hausmeister, der von Robin Williams gespielt wird. Duchovny hat diesen Film nicht nur geschrieben und die Regie geführt. Er tritt in diesem Film auch als der erwachsene Tommy auf.

„The House Of D“ lief letzten Monat auf dem TriBeCa-Film-Festival in New York und wurde sehr gelobt. Nun ist er auf dem Weg zum Toronto Film Festival, der eine Plattform für eine US-Veröffentlichung ist.

Der Film wurde von Lion’s Gate erstanden, einem von Amerikas führenden Indie-Film-Verleihen, was Duchovny sehr erfreut. Und für all die Akte-X-Fans hat Duchovny enthüllt, dass die Räder sich wieder in Richtung eines zweiten Akte-X-Films drehen. Er hat Lust, Gillian Anderson hat Lust, und Drehbuchautor und Produzent Chris Carter hat auch Lust.

„Wir wollen eine eigenständige Geschichte mit einem dritten Darsteller machen. Wenn wir einen anderen Star dafür gewinnen können, einen, der etwas mit sich bringen kann, dann können wir die Geschichte in eine ganz neue Richtung führen.“

Text: X-Phile-Forever für xfiles-mania.de
Quelle: the sunday herald



 

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