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  Financial Times Interview mit Gillian Anderson
 

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Datum: 24.03.2004 | Kategorie: Interviews
Redakteur: elacqua
 
Financial Times Interview mit Gillian Anderson
Stuttgart - Die Financial Times Zeitung in London hat am 20 März 2004 ein Interview mit Gillian Anderson veröffentlicht. Hier bekommt ihr den ersten Teil, der letzte folgt dann wie gewohnt am Samstag.

von Sathnam Sanghera

Während Gillian Anderson sich im Spiegel anschaut, fährt sie sich mit der Hand durch ihre Haare, die einst rot gefärbt waren. Doch seit einiger Zeit sind diese blond und mit einigen Strähnen verschönert. "Ich sehe wirklich schlimm aus."

Es gibt wohl einige Adjektive, mitdenen ich Gillian Anderson an diesem Morgen beschreiben könnte, die einst übrigens zur "sexiest woman in the world" gewählt wurde. "Klein" und "Giftig" würde mir schnell einfallen. Aber mit "schrecklich" würde ich sie sicher nicht beschreiben.

Gillian gähnt und streckt sich wie eine müde Katze. "Sorry, aber ich bin müde," teilt sie mir mit.

Doch völlig aus dem Nichts zeigt sie auf ein Regal hinter mir. "Oh, schauen sie, da sind einige Blumen in einer Kaffedose. Ich bin überrascht, das der Raum nicht nach Kaffee riecht."

Nachdem wieder Ruhe eingekehrt war, wollte ich gerade mit meiner Arbeit beginnen, als sie mich mit "Lassen sie uns jetzt das Interview machen" unterbricht.

Jetzt aber los. Wir sind hier, um über Gillians nächstes Projekt zu reden, "The Sweetest Swing in Baseball", das von Rebecca Gilman geschrieben wurde. Das Bühnenstück wird im "Royal Court" Theater in London aufgeführt, welches von einer erfolgreichen Malerin handelt, die dann aber einen Nervenzusammenbruch erleidet.

Ich merke an, das das Theaterstück speziell für Anderson geschrieben sein könnte, da der Charakter den sie spielt, den Namen "Dana" trägt.

"Err, yeeeaaah", merkt sie skeptisch an. Ausser den "yeeeaaah" und "y'know", die sich nach einer kalifornischen Teenagerin anhören, spricht sie doch die meißte Zeit mit einem sehr englischen Akzent.

"Ich weiss nicht, ob man die Kritiken zu "What the Night is For" als schlecht bezeichnen kann. Sie waren zwar nicht alle positiv, aber auch nicht sehr schlecht," so jedenfalls Gillian.

Wenn es nicht alle waren, dann wenigsten nur ein Paar. Der "Daily Telegraph" bezeichnete WNTNIF "als armseelig". Der "Observer" meinte gar, das dieses Theaterstück einen schreiend vom Theater wegrennen lässt.

Anderson kratz ihren Hals, vielleicht eine Entzündung ? "Im Nachhinein denke ich, das ich seit 10 Jahren nicht mehr auf der Bühne war und mich selbst noch nicht gefunden hatte."

Es muss einen doch genervt haben, solche Beurteilung zu bekommen ? "Es war interessant zu sehen, wie ich jeden Tag war," sagt sie. "Du kannst dich durch sowas entweder auf den Boden ziehen lassen oder du erinnerst dich daran, das du eine Verantwortung gegenüber dem Publikum hast und dich da durchboxen musst. Ich denke das durchzumachen war sehr wichtig und belohnend."

Um Fair zu sein sollte man sagen, das sich die schlechten Kritiken auf ihr erstes "nicht Akte X - Projekt" bezogen. Andere Projekte kamen gut an. Ihre Darstellung der Lily Bart in "The House of Mirth" wurden mit Superlativen wie "herausragend", "einzigartig" und "ausgezeichnet" bewertet.

Serien, die über einige Jahre laufen, gestatten es den Schauspielern normalerweise nicht, irgendetwas anderes zu tun. Doch Gillian bleibt oben.

Ihr Profil ist in den Medien nicht mehr so oft zu sehen wie noch vor einigen Jahren. Doch dies liegt einfach daran, das sie sich nach der Serie eine lange Auszeit gegönnt hatte.

Sie begann mit der Serie als sie 24 war und beendete sie schließlich mit 34. Nach ihren eigenen Berechnungen, verbrachte sie täglich 16 Stunden am Set und über 10 Monate an einer Staffel. Keine leichte Aufgabe in ihrem damals noch jungen Leben. Und auch ihre Partnerschaft mit David Duchovny war nicht einfach....

Im zweiten Teil, welcher am Samstag erscheint, erfahrt ihr wann Gillian das letzte Mal mit David Duchovny zusammen war und ob es einen zweiten Akte X - Film geben könnte.

Text: www.xfiles-mania.de
Quelle: financial times



 

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