Stuttgart - Am 13. Oktober 2007 war es also endlich soweit. David Duchovny machte seine Rückkehr auf den eigentlich so gehassten TV-Bildschirm.
Was für Gillian Anderson nach neuen Jahren Akte X nie wieder in Frage käme, zählte für David Duchovny also nicht. Nach dem er mehr oder weniger erfolgreich seine Karriere im Kino verfolgte, landete er letztendlich doch wieder da, wo er einst seine Weltkarriere begann. Sicher kehrt er mit "Californication" nur auf dem kleinen Pay-TV Sender "Showtime" zurück, aber auch hier scheint man Erfolge feiern zu können, wie es bisher "Die Sopranos" oder auch "Weeds" vorgemacht haben.
Natürlich musste es schon ein aussergewöhnliches Drehbuch zu einer TV-Serie sein, um David Duchovny nach mehreren Jahren wieder auf den Bildschirm zu locken. Mit 'Californication' scheint er im letzten Jahr dann genau das gefunden zu haben, was er für ideal befand. Ein provokantes Thema das in der Presse für Aufsehen sorgt und die Tatsache, das es sich pro Staffel nur um jeweils 12 Episoden handelt, welche nur 30 Minuten lang sind. Eine Akte X - Staffel dauerte beispielsweise doppelt so lange. Allerdings spielt er in 'Californication' die Hauptrolle und ist etwa in 95% der Sendezeit zu sehen.
Was wurde angekündigt?
"Californication" ist die erste Serie von Autor Tom Kapinos. Darin spielt David Duchovny als Hank Moody einen völlig ausgebrannten Schriftsteller, welcher es bisher nur zu einem beststeller Buch geschafft hat. Seit dem Erfolg ging seine Ehe zu Bruch und die Beziehung zu seiner Tochter ist mehr als dürftig. Seine Freizeit vertreibt er sich mit zahlreichen Frauengeschichten.Die Pilotfolge
Bereits in den ersten zwei Minuten ist klar, in welche Richtung die Serie gehen könnte. Begleitet von einem kirchlichen Kinderchor hält ein schwarzer Porsche vor einer Kirche. Die erste Szene mit Hank Moody soll dem Zuschauer gleich vermitteln, in welchem Zustand sich der Hauptcharakter befindet. Mit einer Zigarette im Mund, einer schwarzen Sonnenbrille sowie einem Dreitagebart ist dies auch unschwer zu erkennen. Vor dem Altar in der Kirche trifft er auf eine attraktive blonde Nonne, die im so gleich einen "Blow-Job" anbietet. Bereits wenige Sekunden später ist auch schon das Hinterteil von David Duchovn zu sehen. Seit "Evolution" scheint sich dabei nichts verändert zu haben.
So viel zur Eröffnungssequenz. Im weiteren Verlauf bestätigt sich der erste Eindruck, welchen man durch die verschiedenen Trailer bekommt. Allerdings dürfte man etwas Zeit brauchen, um den neuen "Look" von David Duchovny zu verarbeiten. Es kommt einem so vor, als hätte David Duchovny nach einer Rolle gesucht, die ihn so weit wie möglich von Fox Mulder distanziert. Dies ist ihm jedenfalls gelungen.
Beinahe jede Figur in der Serie hat eine vulgäre Aussprache. Wie oft dabei das Wort "Fuck" fällt, bleibt wohl ein Geheimnis. Hank Moody liegt bereits in der ersten Episode mit 4 verschiedenen Frauen im Bett, doch wie David Duchovny in einem kürzlichen Interview versprach, wird es nicht ständig so zugehen.
Es wird allerdings auch klar, das er wieder mit seiner Famile zusammenleben möchte. Doch seine Frau, übrigens gespielt von Natascha McElhone, welche sich in Hollywood mit Filmen wie etwa "Ronin" oder "The Truman Show" einen Namen gemacht hat, möchte dies nicht und plant bereits ihren Freund zu heiraten. Nur seine Tochter scheint nur darauf zu warten, wann ihr Vater wieder einzieht.
Die Kritik
Wer David Duchovny bisher nur von seiner Rolle aus Akte X kennt, dürfte erstmal genug damit zu tun haben, ihn nicht ständig mit Mulder zu vergleichen. Allerdings dürfte dies nicht allzu lange dauern, da die Unterschiede doch ziemlich groß sind. Wer sich an die längeren Haare, den Dreitagebart, die wüste Aussprache und den zahlreichen Bettszenen gewöhnt hat, findet mit 'Californication' eine äußerst gelungene Comedy-Drama Serie, die mit einer originellen Situationskomik aufwarten kann. Ob die Serie allerdings einen langfristigen Erfolg haben könnte, dürfte nun an den hoffentlich abwechslungsreichen Drehbüchern der kommenden Episoden liegen. Text/Quelle: xfiles-mania.de |