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  David Duchovny "Is Da Bomb"
 

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Datum: 23.03.2005 | Kategorie: Duchovny
Redakteur: elacqua
 
David Duchovny "Is Da Bomb"
Stuttgart - In der "The Washington Post" Ausgabe vom 20 März 2005 befindet sich ein Artikel über Akte X - Hauptdarsteller David Duchovny.

Hie die Übersetzung des Artikels:

Als College Erstsemester litt ich an Unsicherheit. Zum Teil, weil ich in der Tat eine lächerliche Person war, bizarr kleinwüchsig, mit einer Zahnklammer.

Die Leute nahmen an, ich sei ein Wunderkind, bis ich zu sprechen begann. Die Mädchen gingen nett mit mir um, auf dieselbe Weise, wie sie nett mit einem Hamster umgehen würden. Ich fantasierte über wilde Begegnungen mit Frauen, aber wusste, dass die nie geschehen würden, es sei denn mein eigene Teilnahme könnte irgendwie unentdeckt ablaufen.

Das Schlimmste von allem, ich wohnte in einem Schlafsaal neben einem New Yorker Kind namens David Duchovny. Er war clever, athletisch, talentiert und selbstsicher. In den nächsten paar Jahren hingen wir nicht viel miteinander rum, aber wir spielten ein ordentliches Stück an einem Flipperspiel namens Xenon.

Ich übernahm den linken Flipper, er den Rechten. Wenn wir 25 Cent einwarfen, sagte die Maschine in einem verführerischen Tonfall: „Enter Xenon“, was so ziemlich mein ganzes College Sex Leben repräsentierte.

Ich spürte, dass Frauen Duchovny attraktiv fanden, denn wenn sie ihn sahen, fingen sie augenblicklich an zu weinen, sich auf dem Boden zu krümmen und in fremden Zungen zu sprechen. (Daneben stehend, nicht beachtet, wollte ich dann einwerfen: „Aber ich bin besser im Flippern.“)

Hin und wieder verschwand eine Schönheit in seinen Raum, und Sekunden später wurde das Radio auf ohrenbetäubende Lautstärke aufgedreht. Ich habe nie verstanden, wie sie sich bei so lauter Musik unterhalten konnten.

Eines Tages zeigte mir Erstsemester Duchovny ein Blatt auf dem er “The Wasteland” geschrieben hatte. Es hätte direkt in ein intellektuelles Literaturkritiker Journal kommen können.

Jahre später, nach dem Abschluss, trafen wir uns in Greenwich Village, und er zeigte mir eine Kurzgeschichte, die er geschrieben hatte – wieder bemerkenswert gut, witzig, elegant. Duchovny konnte traumhaft schreiben. Und so führte es ihn auf eine Hochschule, nach Yale, um den Fachbereich Englisch unter der Hand von Harold Bloom zu studieren. Er war dazu bestimmt ein Professor, Schriftsteller, Poet, einer unserer bedeutenden Männer der Schreibkunst, zu werden.

Aber dann trat er aus der Schule aus. Später erklärte er, was geschehen war: Im Kurs fragte Bloom irgendeine Art schleierhafte Frage, und ein Student antwortete überzeugt: „Das wäre wie eine Welt ohne Adjektive,“ und Bloom sagte, dass sei genau richtig. Duchovny hatte nicht den blassesten Schimmer, wovon auch nur eine der beiden Personen sprach. Er floh nach Hollywood, bekam eine unbedeutende Fernsehrolle in „Twin Peaks“, dann bekam er eine gigantische Rolle in „Akte X“.

Am „Akte X“ Set arbeitete Duchovny 16 Stunden am Tag, praktisch ein Gefangener.

„Es war wie zu einer Sekte zu gehören. Ich war eine Maschine, eine Schauspielmaschine,“ sagt er. Er schlug sich wacker, verdiente einiges Geld, legte sich eine hinreißende Filmstar Ehefrau zu, ein paar Kinder und ein geraumes Grundstück in Südkalifornien mit Blick zum Meer.

In vielerlei Hinsicht ist aus seinem Leben nicht das geworden, was man einen Misserfolg nennen würde. (Ich habe eine Menge meines erwachsenen Lebens damit verbracht, seinen Namen bei jeder Gelegenheit fallen zu lassen, diese hier eingeschlossen. Die Chancen standen Null, dass ich drei Monate mit dieser neuen Kolumne verbringen würde, ohne die D-Bombe abzuwerfen.)

Aber diesen ganzen Zeitraum hindurch wollte Duchovny schreiben. Vor ein paar Jahren schickte er mir ein Drehbuch, dass er geschrieben hatte: „House of D.“

Ab da kratzte er das Geld zusammen, das er brauchte, um den Film zu drehen, führte dann die Regie und spielte darin mit. Nächsten Monat hat er Premiere. Ich nahm kürzlich einen Zug nach New York City und stöberte ihn im Ort auf.

Wir tranken eine Tasse Kaffee, liefen ein bisschen herum, besuchten ein Filmset. Leute starren ihn an, und er ist freundlich, aber er gleitet weiter. Wenn man eine Berühmtheit ist, muss man die Reibung auf ein Minimum senken. Lass dich nicht in irgendetwas verstricken.

Hier ist ein Wortwechsel aus unserer Unterhaltung in einem Bistro:

Duchovny: "Ich habe nicht viele Freunde."
Achenbach: "Ich bin dein Freund."
Duchovny [empfindsam]: "Aber wir stehen uns nicht nahe."

„House of D“ ist eine Geschichte über Flucht. Sie handelt von einem Kind in New York City, das von einer übermäßig anhänglichen Mutter aufgezogen und von einem geistig behinderten Hausmeister als Freund unterstützt wird. Es ist ein „kleiner“ Film, wie Duchovny es darlegt. Keine Explosionen, Waffenspiele, Spezialeffekte. Daran ist nichts ausdrücklich Hollywood. Sein nächstes Drehbuch handelt von einem Kind und seinem Vater, die der Baseball miteinander verbindet. Er hat schon Jahre in der Welt der Schönen und Reichen verbracht, aber er schreibt Woody Allenisch, Comedy-Dramen von kleinem Maßstab, die im New York der 1970er angesiedelt sind.

In „House of D“ spielt Duchovny einen erwachsenen Mann, der nach einem 30-jährigen Exil aus Frankreich zurückkehrt. Die Person hat realisiert, dass er sein erwachsenes Leben damit verbracht hat, jemand anderes darzustellen. Er muss sein authentisches Selbst wiederentdecken. Man muss kein Genie sein, um zu erkennen, dass Duchovny realisiert hat, dass er im Grunde genommen ein Schriftsteller sein möchte, und das sein Ehrgeiz von Neid angetrieben wird.

Ja, ihr wisst, dass es wahr ist: Er will ich sein!

Text: lallilly für xfiles-mania.de
Quelle: The Washington Post



 

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