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Stuttgart - Bereits im März veröffentlichte die englische Zeitung "The Times" ein Interview zum Filmstart "Straightheads" mit Gillian Anderson.
Im folgenden findet ihr den ersten Teil der Übersetzung von MissSpooky999:
".....Eher X-Rated (zensiert) als X-files
Fluchend (zwei Fluchwörter pro Minute) und flirtend; Gillian Anderson könnte ihrer kühlen Leinwandfigur nicht unähnlicher sein, so entdeckt Kevin Maher.
In einem kleinen Wohnwagen bei einem Gespräch im kalten und nassen Worcestershire Wald, flucht Gillian Anderson wie ein Hafenarbeiter. „Filme sollten, verdammt noch mal, das sein, was auch immer sie sind,“ sagt die 38 jährige Schauspielerin und ehemalige TV-Ikone aus Akte X. „Wenn sie f****** schockierend sind, dann lasst sie auch f****** schockierend sein!“
Anderson, im richtigen Leben leidenschaftlich und leicht reizbar, in einem schwarzen Mantel und mit blondem Haar, ist eine Fluch-spuckende Inversion ihrer Leinwandfigur, die eher selbstbeherrscht und kontrolliert ist. Anderson ist hier um ihre letzten Arbeiten für den Thriller „Straightheads“ zu beenden und verteidigt lautstark die gewalthaltige Seite des Films.
Der Film über ein junges Paar aus der Stadt, Alice (GA) und Adam (Danny Dyer), die von einer Gang von Bauerntölpel tyrannisiert werden, bevor sie schließlich selbst noch grausamere Rache an ihnen ausüben, wird nicht jeder Manns Geschmack sein. „Er ist düster, aber brillant düster“, sagt Anderson über den Film, der Szenen beinhaltet, in welchen Gruppenvergewaltigung, Folter und das beinahe tödliche Eindringen eines rostigen Gewehrs in das Rektum von einem der Hauptdarsteller vorkommen. „Wir können nicht so tun, als ob es keine Gewalt auf der Welt gibt, dass so etwas wie dies, verdammt noch mal, nicht passiert.“
Und damit ging sie zum Set. Man reicht ihr ein Jagdgewehr, sie plumpst in einen Geländewagen und prescht eine matschigen Weg runter zu einer blutigen Verabredung mit dem Kino als Ziel.15 Monate später: Anderson, nun mit mausbraunem Haar und einer geblümten Bluse, sitzt ausgestreckt auf einer Couch in einem großen Londoner Hotelraum. „Straightheads“ steht kurz vor der Veröffentlichung und die Schauspielerin unterstützt den Film so standhaft wie immer, diesmal allerdings ohne Kraftausdrücke. „Normalerweise fluche ich sehr viel“, gibt sie zu. Danach schiebt sie die Schuld auf ihren Co-Star Dyer, der für sein dreckiges Mundwerk bekannt ist, ab. „Aber bei der Zusammenarbeit mit Danny verschlimmerte es sich. Ich meine, wir nahmen alle das Wort c*** in unser Vokabular auf, dank ihm.“
Gott sei Dank ist sie noch, ob mit oder ohne 4-Buchstabenkram, ungewöhnlich überschwänglich. Allerdings gibt es da noch etwas von ihr, eine aufblitzende Mißachtung, die bisher bei den X-Akten und ihren letztens Filmen („The House of Mirth“, „Bleak House“) ziemlich unberührt blieb und perfekt zu der publikums-ködernden Aggression von „Straightheads“ passt. Anderson trennte sich von ihrem zweiten Ehemann Julian Ozanne und bekam ein Baby mit ihrem neuen Mann, Mark Griffith. Sie bekam eine Bafta Nominierung und zog weg aus Notting Hill. Sie schrieb ein fast fertiges Debutdrehbuch zu „The Speed of Light“ und startete ihre Karriere als Produzentin, indem sie die Rechte an der Biographie der Kriegsreporterin Martha Gellhorn bekam. Anderson sagt, dass Alice zu spielen, einfach das war, was sie zu der Zeit brauchte. Die Richtung, in die sie gehen wollte.
Aber, ist Alice letztendlich nicht als„ wohlhabender, sexuell aktiver Charakter, der zu einem Arbeiter wie ein Frachtzug kommt“ nicht eine Art männliche Fantasie? „Das ist möglich“, sagt sie und grinst. „Aber, wenn ich da so an mein eigenes Leben denke, habe ich mal jemanden, den ich im Kino getroffen habe, gefragt mit mir auszugehen.“
-Das ist etwas beunruhigend. „Es war eigentlich nichts. Wir hatten eine sechsmonatige Beziehung danach. Auf dem Weg nach draußen, fingen wir einfach an uns zu unterhalten und ich fragte ihn, ob er Lust auf einen Tee hat.“
-Was war das für ein Film? „Amelie. Das ist der Typ von Film, der einen dazu bringt mit jemanden auszugehen. Man würde das nicht nach „Straightheads“ machen. Gut, vielleicht ist das nur bei mir so, aber solche Dinge passieren die ganze Zeit. Ich erinnere mich, dass ich diesen Typen getroffen habe und zwei Tage später rief er mich an und fragte, ob ich nicht Lust hätte mit ihm am Wochenende nach Paris zu fahren. Wir fuhren.“
-Ich glaube wirklich nur du bist so. „Ich glaube, du hast ein recht langweiliges Leben.“......."
Den zweiten Teil findet ihr am kommenden Wochenende auf www.xfiles-mania.de Text: MissSpooky999 für xfiles-mania.de / Quelle: The Times |